Die Ära der Gasboiler neigt sich in diesem Jahr allmählich dem Ende zu, wobei aerothermische und geothermische Systeme zu den wichtigsten Alternativen zählen.
Gasheizung
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Artikel von Jorge Sáenz de Miera, Direktor von Avanza Credit bei der Deutschen Bank Spanien

Während wir uns darauf vorbereiten, die Heizung wieder einzuschalten, fragen sich viele, ob dieser Winter zu den letzten zählt, in denen sie das vertraute Brummen ihres Gasboilers hören. Jahrzehntelang waren diese Geräte die unangefochtenen Herrscher über den Wohnkomfort, aber ihre Ära scheint nun zu Ende zu gehen. Die Zukunft der Heizung liegt nicht in der Verbrennung von Gas, sondern in der Nutzung von Energie auf sauberere, effizientere und nachhaltigere Weise. Zudem beschleunigen sowohl gesetzliche Bestimmungen als auch verfügbare Förderprogramme diesen Wandel.

Die ehrgeizige Agenda der Europäischen Union zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung 2030 und des Pariser Abkommens umfasst unter anderem den schrittweisen Ersatz von Gasheizkesseln durch Wärmepumpen (Luftwärmepumpen) im Rahmen ihrer Energieeffizienzrichtlinie.

Tatsächlich markiert das Jahr 2025 bereits den Anfang vom Ende der Gasheizkessel. Der Übergang wird zwar schrittweise erfolgen, beginnt aber mit dem Wegfall der finanziellen Förderung für den Kauf und die Installation von Heizkesseln, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, und führt schließlich in den kommenden Jahren zur vollständigen Abschaffung dieser Technologie.

Verantwortlich für 10 % der globalen CO2-Emissionen

Gasheizkessel sind laut der Internationalen Energieagentur (IEA) schätzungsweise für rund 10 % der weltweiten Kohlendioxidemissionen (CO₂) verantwortlich. EU-Daten zeigen zudem, dass Wohngebäude 40 % des Endenergieverbrauchs und 36 % der Treibhausgasemissionen verursachen. In Spanien nutzen derzeit 42 % der Haushalte Erdgas zum Heizen, gefolgt von Öl (14 %) und Kohle (3 %).

Die EU-Richtlinien zur Energiewende im Heizungsbereich zielen darauf ab, den End- und Primärenergieverbrauch bis 2030 um 11,7 % zu senken. Jeder Mitgliedstaat ist verpflichtet, kumulative Jahresziele für die Einsparung von Endenergie zu erreichen.

Alternativen für Gasheizkessel und Preise 

Alternative Systeme zu herkömmlichen Gasheizkesseln umfassen unter anderem aerothermische und geothermische Energie (unter Verwendung von Wärmepumpen), Biomasse-Lösungen wie Pellet- oder Holzöfen sowie Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen für Heizung und Warmwasserbereitung.

Auch Hybridlösungen sind möglich, bei denen aerothermische Energie mit bestehenden Heizkesseln kombiniert wird oder dezentrale Systeme wie einzelne Wärmepumpen oder Kondensationsboiler zum Einsatz kommen, um eine größere Autonomie pro Haushalt zu erreichen.

Die Kosten für die Installation einer solchen Anlage liegen üblicherweise bei 8.500 bis 90.000 Euro, wobei die Amortisationszeiten stark variieren. Während ein neuer Gaskessel in der Anschaffung geringe Kosten verursacht, können Systeme wie die Luftwärmepumpe erhebliche Energieeinsparungen erzielen und die anfänglichen Investitionen je nach Systemeffizienz und Verbrauch oft innerhalb von 7 bis 10 Jahren ausgleichen.

Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen, beispielsweise durch aerothermische Energie, kann die Abhängigkeit von Gas reduzieren oder sogar eliminieren und stellt somit eine hervorragende Alternative dar. Ihre Effizienz kann bis zu dreimal höher sein als die herkömmlicher Gasboiler.

Die Wahl eines effizienteren Systems dient nicht nur der Senkung der Energiekosten, der Verbesserung des Wohnkomforts und der Steigerung der Nachhaltigkeit von Wohngebäuden, sondern bietet zudem einen bedeutenden Vorteil auf dem heutigen Immobilienmarkt, wo Energieeffizienz und hohe Energieeffizienzklassen zunehmend an Bedeutung gewinnen. Branchenschätzungen zufolge kann dies den Wert einer Immobilie um bis zu 12 % steigern.

Darüber hinaus können diese alternativen Systeme unter Umständen staatliche Förderprogramme oder Subventionen erhalten. Finanzinstitute wie die Deutsche Bank unterstützen den Übergang ebenfalls mit schnellen und unkomplizierten Finanzierungslösungen, die auf jahrelanger Erfahrung im Hinblick auf die Bedürfnisse von Wohnungseigentümergemeinschaften basieren.