Preis, Standort, Privatsphäre oder Dienstleistungen spielen alle eine Rolle bei der Entscheidung, welche Option für Sie am besten ist.
Wohngemeinschaft oder Studentenwohnheim
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Das Universitätsleben ist ein besonderes Kapitel, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Für viele Studierende ist ein Umzug in eine andere Stadt unumgänglich, wenn ihr Wunschstudiengang vor Ort nicht angeboten wird. Doch vor dem Umzug stellt sich oft eine wichtige Frage: Ist es besser, ein WG-Zimmer zu mieten oder in einem Studentenwohnheim zu wohnen? Im Folgenden untersuchen wir die Vor- und Nachteile beider Optionen, um Ihnen zu helfen, die richtige Wahl für Ihr Universitätsleben zu treffen.

Was ist ein Studentenwohnheim?

Diese Art von Unterkunft ist speziell für Studierende konzipiert und befindet sich oft in der Nähe von Universitäten oder Bildungseinrichtungen. Ein Studentenwohnheim bietet in der Regel Einzel- oder Mehrbettzimmer sowie Gemeinschaftsräume wie Speisesäle, Lernräume und Freizeitbereiche. Das Ergebnis ist ein bereicherndes Wohnumfeld, das sowohl akademischer als auch sozialer Natur ist, und den Aufbau eines starken Gemeinschaftsgefühls fördert.

Ist ein Studentenwohnheim oder eine WG besser?

Die Antwort auf diese Frage hängt von mehreren Faktoren ab, da beide Optionen ihre Vor- und Nachteile haben. So bieten Studentenwohnheime in der Regel eine Reihe von Dienstleistungen an, die den Studierenden das Leben erleichtern sollen, wie zum Beispiel Reinigung, Verpflegung und Wäscheservice. Im Gegensatz dazu müssen sich Mieter einer Wohngemeinschaft selbst um diese Aufgaben kümmern.

Andererseits bietet die Anmietung eines WG-Zimmers auch Vorteile: mehr Privatsphäre, die Möglichkeit, Klauseln im Mietvertrag zu ergänzen oder zu ändern, und es vermittelt das Gefühl von Freiheit und einem Zuhause. Es kann auch die Kameradschaft unter den Mitbewohnern fördern – obwohl das Zusammenleben in manchen Fällen zu Konflikten führen und den gegenteiligen Effekt haben kann.

Studentenwohnheim oder WG-Zimmer: Vor- und Nachteile 

Warum sollte man in einer WG wohnen? Und warum im Studentenwohnheim? Die folgende Tabelle listet die Vor- und Nachteile beider Optionen auf:

 StudentenwohnheimWohngemeinschaft
 VorteileNachteileVorteileNachteile
PreisAll-inclusive-Preise, keine unerwarteten KostenEs kann teurer sein als eine WohngemeinschaftIm Allgemeinen günstigerZusätzliche Ausgaben für Service und Wartung
AusstattungZugang zu Einrichtungen wie Fitnessstudio, Waschküche und SpeisesaalWeniger persönlicher FreiraumMehr persönlicher Freiraum und freie MitbewohnerwahlSie sind für die Räumlichkeiten verantwortlich
Soziales LebenEinfaches Sozialleben mit anderen StudentenStrenge Regeln für Öffnungszeiten und BesucheFlexibilität bei den HaushaltsregelnRisiko in Bezug auf Konflikte mit Mitbewohnern
PrivatsphäreSicherheits- und Rezeptionspersonal rund um die UhrWeniger PrivatsphäreMehr PrivatsphäreGrößere Sicherheits-bedenken
StandortLage meist in UniversitätsnäheWeniger Flexibilität bei der individuellen Gestaltung des RaumesSie können einen bestimmten Wohnort auswählenDie Lage ist möglicherweise nicht ideal für Studenten
VerantwortungWeniger Verantwortung für InstandhaltungLärm und Ablenkungen durch das GemeinschaftslebenErleben eines unabhängigeren AlltagsGrößere Verantwortung für die Hausarbeit

Was kostet ein Studentenwohnheim bzw. eine WG?

Bei der Entscheidung zwischen einem Studentenwohnheim und einer WG ist für viele der finanzielle Aspekt ein entscheidender Faktor.

Laut dem auf Studentenunterkünfte spezialisierten Portal dondememeto.com lagen die durchschnittlichen monatlichen Kosten für ein Studentenwohnheim in Madrid im Jahr 2024 bei zwischen 950 und 1.050 Euro. Dieser Betrag kann variieren, je nachdem, ob Leistungen wie Reinigung oder Verpflegung inbegriffen sind.

Wohngemeinschaften hingegen sind in der Regel günstiger, da man in der Regel ein Einzelzimmer mietet. Allerdings bietet eine WG in der Regel nicht den gleichen Service und die gleiche Sicherheit wie ein Wohnheim, und Sie müssen meist zusätzliche Kosten für Strom, Internet und Wasser selbst tragen. In Madrid beispielsweise beträgt die durchschnittliche Monatsmiete für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft etwa 525 Euro.