Der Kauf einer Immobilie in Spanien ist derzeit deutlich günstiger als das Anmieten einer Wohnung – zumindest monatlich gesehen. Allerdings gibt es einen Haken: Man benötigt beträchtliche Ersparnisse, um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen.
Laut den neuesten Daten von idealista beträgt die durchschnittliche monatliche Hypothekenrate für eine Zweiraumwohnung in Spanien 698 Euro, verglichen mit 1.088 Euro monatlich für die Miete einer ähnlichen Immobilie. Damit ist der Kauf einer Immobilie um 36 % günstiger als das Anmieten – bezogen auf die monatlichen Kosten.
Die eigentliche Hürde für die meisten Käufer stellt jedoch nicht die Hypothek dar, sondern die Einlage und die Vorlaufkosten.
Die eigentliche Hürde: 64.500 Euro Einlage
Um eine durchschnittliche Zweiraumwohnung in Spanien zu kaufen, sind Ersparnisse in Höhe von rund 64.568 Euro erforderlich.
Diese umfassen:
- die von spanischen Banken üblicherweise geforderte Standardeinlage von 20 %
- Steuern beim Immobilienkauf (in der Regel 6–10 %, je nach Region)
- Notar-, Grundbuch- und Anwaltskosten
Von ausländischen Käufern, insbesondere Nichtansässigen, verlangen Banken unter Umständen eine noch höhere Anzahlung (oft 30 %). Um verschiedene Angebote zu vergleichen und Ihre mögliche Rate zu berechnen, können Sie aktuelle Angebote ansehen und sich über die Hypothekenplattform von idealista (idealista/hipotecas) individuell beraten lassen.
Wo wird das meiste Geld im Voraus benötigt?
In den teuersten Städten Spaniens sind die erforderlichen Einlagen deutlich höher:
- Palma de Mallorca – 147.116 Euro
- San Sebastián – 137.700 Euro
- Madrid – 117.793 Euro
- Barcelona – 103.172 Euro
Dies sind die einzigen Städte, in denen Käufer mehr als 100.000 Euro im Voraus benötigen.
Auch in anderen Großstädten sind erhebliche Einlagen erforderlich:
- Málaga – 96.651 Euro
- Valencia – 77.503 Euro
- Bilbao – 73.448 Euro
- Alicante – 69.500 Euro
- Granada – 67.681 Euro
Kurz gesagt, in Küsten- und exklusiven Lifestyle-Destinationen ist der größte finanzielle Aufwand erforderlich.
Die günstigsten Städte für den Immobilienkauf
Auf der anderen Seite ist in mehreren kleineren Städten eine Einlage von weniger als 40.000 Euro erforderlich:
- Zamora – 32.996 Euro
- Jaén – 34.596 Euro
- Lleida – 35.581 Euro
- Palencia – 35.931 Euro
- Badajoz – 37.862 Euro
- Córdoba – 39.164 Euro
An diesen Standorten beträgt das erforderliche Eigenkapital etwa die Hälfte des nationalen Durchschnitts – weshalb diese Orte für budgetbewusste Käufer oder Investoren, die höhere Renditen anstreben, deutlich zugänglicher sind.
Hypothek oder Miete: Wo lohnt sich der Kauf?
In fast allen spanischen Provinzhauptstädten sind die Hypothekenraten günstiger als die Mieten.
Die einzige Ausnahme bildet San Sebastián, wo die Hypothekenzahlungen rund 10 % höher sind als die Mietkosten.
Die größten Vorteile für Käufer finden sich in folgenden Gegenden:
- Segovia – Hypotheken 54 % günstiger als Miete
- Ceuta und Lleida – 45 % günstiger
- Zamora – 42 % günstiger
- Tarragona und Zaragoza – 41 % günstiger
- Córdoba – 40 % günstiger
Unter den größeren Immobilienmärkten Spaniens:
- Valencia & Barcelona – 38 % günstiger beim Kauf
- Sevilla – 36 % günstiger
- Bilbao – 33 % günstiger
- Alicante – 32 % günstiger
- Madrid – 23 % günstiger
- Málaga – 16 % günstiger
- Palma – nur 1 % günstiger
Was bedeutet das für ausländische Käufer?
Für Expats, digitale Nomaden und internationale Investoren bietet Spanien nach wie vor gute Gründe für einen Immobilienkauf – insbesondere in Städten, in denen die Hypothekenraten deutlich unter den Mietkosten liegen.
Das hohe anfängliche Eigenkapital stellt jedoch nach wie vor die größte Barriere für den Markteintritt dar.
Wenn Sie einen Umzug oder eine Investition planen, dann stellen Sie sich diese wichtigen Fragen:
- Können Sie die Einlage und die Kosten des Immobilienkaufs problemlos decken?
- Kaufen Sie in einer Stadt, in welcher der Unterschied zwischen Miete und Kauf erheblich ist?
- Planen Sie, lange genug zu bleiben, um die Transaktionskosten auszugleichen?
Für alle, die sich die anfänglichen Ausgaben leisten können, ist der Kauf einer Immobilie in Spanien wahrscheinlich finanziell sinnvoller als das Anmieten.



