Hypotheken für Nicht-Residenten in Spanien

Hypothekendarlehen für Nichtansässige: Welche Optionen stehen zur Verfügung, wenn Sie Ihren Wohnsitz nicht in Spanien haben?

Hypotheken für Nicht-Residenten in Spanien
Hypotheken für Nicht-Residenten in Spanien / Gtres
16 März 2021, Redaktion

Wenn Sie vorhaben, eine Immobilie in Spanien zu kaufen, aber nicht in Spanien ansässig sind, müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Der Kauf einer Immobilie in Spanien, beispielsweise eines Ferienhauses, und die Aufnahme einer Hypothek in Spanien für Nichtresidenten können eine Herausforderung sein, sind aber sicherlich nicht unmöglich. Zwar leihen einige spanische Banken Kunden, die keinen Wohnsitz in Spanien haben oder ihre Steuern im Ausland zahlen, direkt kein Geld, doch es gibt zahlreiche Banken mit speziellen Produkten für Nichtresidenten. Damit Sie keine unerwünschte Überraschung erleben, möchten wir Ihnen bei idealista mit Rat und Tat zur Seite stehen, damit der Kauf Ihrer Immobilie und die Aufnahme einer Hypothek als Nichtansässiger so reibungslos wie möglich abläuft.

Höhere Zinssätze für Ausländer

Als erstes ist darauf hinzuweisen, dass die Hypothekenkonditionen für Nichtresidenten in Spanien nicht dieselben sind wie für Residenten. Dazu gehören u. a. höhere Zinssätze. Während die Zinssätze für in Spanien ansässige Personen, die eine Hypothek aufnehmen, momentan auf einem historischen Tiefststand sind und bei 1% oder sogar noch niedriger liegen, müssen Nichtansässige normalerweise mit Zinssätzen von mindestens 2 bis 2,5% rechnen. Hypotheken für Nichtresidenten sind außerdem meist festverzinslich mit einer Laufzeit von maximal 20 Jahren.

Banken leihen Ausländern weniger Geld

Während in Spanien ansässige Personen beim Kauf einer Immobilie als Hauptwohnsitz bis zu 80% des Kaufpreises finanzieren können, müssen Nichtresidenten damit rechnen, dass sie höchstens 60% des Kaufpreises bei den Banken leihen können. In einigen Sonderfällen kann dieser Prozentsatz auf 70% steigen, obwohl die meisten spanischen Banken dies bereits als sehr risikobehaftet erachten, da im Falle einer Nichtrückzahlung die einzige Garantie der Bank die Immobilie selbst ist. Als Residenten registrierte Ausländer allerdings, die länger als 183 Tage im Land leben und in Spanien Steuern zahlen, können eine spanische Standardhypothek mit den gleichen Finanzierungsbedingungen wie die Spanier beantragen.

Bonitätsnachweis

Wenn Nicht-Residenten eine Hypothek in Spanien beantragen, benötigen die Banken zahlreiche Dokumente, von Arbeitsverträgen bis hin zu Steuererklärungen. Eines der wichtigsten Dokumente, nach denen Sie zweifellos gefragt werden, ist der Bonitätsnachweis. Diesen können Sie in Deutschland bei jeder Auskunftei anfordern, wie z. B. Schufa, Crif Bürgel, Creditreform Boniversum oder Infoscore Consumer Data. Außerdem müssen Sie als Ausländer in den meisten Fällen auch eine NIE-Nummer (Ausländeridentifikationsnummer) bei einer Polizeistation beantragen. Dies kann auch in einer spanischen Botschaft oder einem spanischen Konsulat erfolgen, wenn Sie sich nicht in Spanien befinden.

Übersetzung wichtiger Dokumente ins Spanische

Beachten Sie, dass alle Ihre Dokumente auch offiziell übersetzt und oft sogar beeidigt und mit der Haager Apostille versehen werden müssen. Damit soll belegt werden, dass die Dokumente echt und die Übersetzung getreu dem Originaldokument ist. Erkunden Sie sich am besten vorher bei der Bank, um zu erfahren, welche Dokumente benötigt werden und ob offizielle Übersetzungen und die Apostille erforderlich sind.

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