Laut dem Work-Life-Balance-Index 2022 von Kisi, einem Unternehmen für Business-Technologielösungen, gelten europäische Hauptstädte als die besten der Welt für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Oslo führt die Liste der 100 Städte an, die die beste Balance zwischen einem guten Job und einer hohen Lebensqualität bieten, gefolgt von Bern und Helsinki. Wie sieht es mit Südeuropa aus? Wo lässt es sich in Spanien am besten leben und arbeiten? Die spanischen Städte liegen mit Madrid (42.) und Barcelona (50.) im Tabellenmittelfeld, praktisch gleichauf mit Lissabon (51.) und Mailand (63.).
Die Studie bewertet die Lebensqualität, die Arbeitsintensität und die sozialen Dienstleistungen der Städte. Die Pandemie ist eine Zeit, in der viele Familien ihre Prioritäten im Leben neu überdenken mussten: Dazu gehören Ortswechsel und Jobwechsel, aber auch der Wandel vieler Länder und Gesellschaften durch Telearbeit oder die geplante Rückkehr ins Büro. Auf der anderen Seite gibt es auch Unternehmen, die mit flexibleren Arbeitszeitregelungen versuchen, neue Talente anzuziehen. Die Städte wiederum passen sich den neuen Bedürfnissen der Arbeitnehmer mit mehr Grünflächen, effizienterer Transportmittel oder mehr Radwegen an.
In diesem Zusammenhang schneiden große Finanz- und Unternehmensstädte schlecht ab. New York beispielsweise ist im Ranking auf Platz 59 von 100 analysierten Städten abgerutscht. Auch London hat im Vergleich zu den Vorjahren einige Plätze verloren und liegt nun auf Platz 22.
Europäische Städte wie Oslo (Norwegen), Helsinki (Finnland) und Kopenhagen (Dänemark) erscheinen unter den Top 10 der besten Städte zum Leben und Arbeiten weltweit, doch es sind die Schweizer Städte, die am stärksten vertreten sind: Bern, Zürich und Genf. Stuttgart und München vervollständigen die Liste, zusammen mit Ottawa (Kanada) und Sydney (Australien).
Wenn es um Spanien geht, ist Madrid der beste Ort zum Leben und Arbeiten in Spanien. Die spanischen Städte verloren jedoch Positionen im Vergleich zu 2021, als Madrid auf Platz 22 lag und jetzt auf Platz 42 zurückfällt, und Barcelona, das vor einem Jahr noch auf Platz 25 lag, liegt jetzt auf Platz 50. Bemerkenswert ist auch, dass die Zahl der analysierten Städte von 50 auf 100 gestiegen ist.
Die Studie von Kisi wurde in 51 US-Metropolen und 49 Großstädten weltweit durchgeführt und konzentrierte sich auf eine Vielzahl von Kategorien wie Extrastunden, Zugang zur Gesundheitsversorgung oder Sicherheitsmetriken, um die Arbeitsintensität, Rechte und das Wohlbefinden der Einwohner zu messen.
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