So will Andalusien die Touristen nach der Coronakrise wieder anlocken

Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle der Wirtschaft Andalusiens. Der COVID-19-Ausbruch könnte die Region schwer treffen

Foto von Maksim Ivanov auf Unsplash
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20 April 2020, Emma Donaldson

Während Hunderte von Resorts und Hotels an der südspanischen Küste während der wegen des Coronavirus verhängten Ausgangssperre leer bleiben, arbeiten Tourismusverbände und Gemeinderäte in der Region an einem Konzept, damit sich die Branche nach dem allgemeinen Einbruch der Wirtschaft wieder erholt.

Die spanische Tourismusbranche erwirtschaftet dank Urlaubern und Auswanderern, die in ihren Ferienhäusern leben, in der südspanischen Region jedes Jahr Einnahmen in Milliardenhöhe. Die komplette Stilllegung des Sektors und die möglichen Nachwirkungen sind daher für Tourismusfachleute von großer Besorgnis, die Unterstützung fordern, um Touristen nach der Krise wieder in die Region zu locken.

Ein sicheres Urlaubsziel

Touristen und Expats werden zweifellos viel Wert auf die Sicherheit ihres Urlaubsortes legen, wenn sie sich für den nächsten Urlaub entscheiden. Ohne Datum oder Hinweis darauf, wann die Coronakrise enden wird und wann der erste Urlaub gebucht werden kann, ist Andalusien klar, dass die Herausforderung darin besteht, sich als sicheres Reiseziel zu positionieren, in dem bestimmte Sicherheitsprotokolle angewendet werden, die, wenn es nach dem Vizepräsidenten der Regionalregierung von Andalusien, Juan Marín, ginge, landesweit in ganz Spanien gelten sollten. „Es kann nicht sein, dass in jeder Autonomen Gemeinschaft unterschiedliche Regeln und Vorschriften gelten, um die Sicherheit der Touristen zu gewährleisten.“

Marín warnt davor, dass nach der Coronakrise nichts mehr wie vorher sein wird im Tourismussektor. Die Situation mag sich ändern, aber er betont, dass das wichtigste sein wird, ein sicheres Reiseziel zu sein. Der Politiker glaubt, dass sich Andalusien unter diesem Motto auf den Märkten neu positionieren wird, und hebt hervor, dass Andalusien besser aufgestellt ist als andere Regionen. Dies bestätigt sich im Bereich des Gesundheitswesens, das gegenwärtig bessere Daten vorweisen kann als andere Teile Spaniens.

Schutzmaßnahmen

Ein erster Entwurf, der bereits von der andalusischen Regierung genehmigt wurde, sieht Beihilfen für die Einführung von Schutzmechanismen in Hotels und Restaurants vor, die jeweils rund 1.400 Euro kosten. In diesem Sinne stimmt der spanische Minister für Industrie, Handel und Tourismus, Reyes Maroto, zu, dass diese Maßnahmen notwendig sind und dass „wir die Gewissheit geben müssen, dass beliebte Ziele wie Spanien sichere Ziele sind, um das Touristenaufkommen, das wir vor der Coronakrise hatten, nach und nach wieder herzustellen“. Um Spanien als beliebtes Urlaubsziel zu erhalten, können zusätzliche Schutzmaßnahmen wie Vorschriften für Mindestabstände an den Stränden sowie Gesundheitspässe über Smartphone-Apps in gezogen werden, wie sie in Ländern wie Südkorea erfolgreich eingesetzt werden.

Kampagnen für die Costa del Sol

Mehrere Tourismusverbände an der Costa del Sol haben bereits ihre eigenen Kampagnen mitten in der Coronakrisa gestartet, um die Industrie und die Touristen gleichermaßen zu beruhigen. Visit Costa del Sol und das Fremdenverkehrsbüro von Torremolinos sind wegweisend und danken den Tourismusfachleuten für ihre harte Arbeit und Solidarität in dieser schwierigen Zeit. Turismo Costa del Sol bedankt sich auch bei den Anwohnern für ihre Geduld und dafür, dass sie zu Hause bleiben, sowie bei den Beschäftigten im Gesundheitswesen, die unermüdlich im Kampf gegen COVID-19 im Einsatz sind. In Torremolinos besteht das Hauptziel des Fremdenverkehrsbüros darin, den örtlichen Unternehmen dabei zu helfen, sich von den verheerenden Folgen der Ausgangssperre zu erholen. Die Kampagne mit dem Hashtag #NosVemosPronto („Bis bald“) zeugt von der Zuversicht, dass die Touristen bald zurückkehren werden, wenn die Ausgangssperre aufgehoben worden ist.

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