Saragossa ist eine Stadt, die mit ihrer Lebendigkeit, ihrer reichen Geschichte und ihrer herzlichen Gastfreundschaft überrascht – Eigenschaften, die seit Jahrhunderten ihre unverwechselbare Identität prägen. Auch ihr Name ist kein Zufall, sondern ein Spiegelbild dieser Vergangenheit und der Zivilisationen, die hier ihre Spuren hinterlassen haben. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, warum Saragossa diesen Namen trägt und wie dieser entstanden ist.
Geschichte von Saragossa
Saragossa ist eine Stadt mit einer über zweitausendjährigen Geschichte. Sie wurde während der Zeit der Iberer gegründet, von den Römern umgestaltet und zu einem der wichtigsten Zentren des Ebro-Tals ausgebaut. Noch heute können Besucher die Überreste jener Epoche erkunden, darunter das Forum, das Theater und die Thermen.
Im Mittelalter erlebte Saragossa unter muslimischer Herrschaft nach der Eroberung im 8. Jahrhundert ihre Blütezeit und wurde zur Hauptstadt der Taifa von Saragossa. Unter den Andalusiern erlangte die Stadt Berühmtheit für ihre imposanten Mauern, eleganten Paläste und ihre Bedeutung als wichtiges Kultur- und Wirtschaftszentrum.
Im Jahr 1118 eroberte Alfons der Krieger die Stadt für das Königreich Aragon zurück und leitete damit eine neue Blütezeit ein. Jahrhunderte später, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, spielte Saragossa im Spanischen Unabhängigkeitskrieg erneut eine zentrale Rolle und erlangte Bekanntheit durch die heldenhaften Belagerungen, die den Unabhängigkeitskrieg prägten.
Woher stammt der Name Saragossa?
Was bedeutet der Name Saragossa (aragonesisch: Zaragoza)? Die Stadt hat eine lange Geschichte. Vor der Ankunft der Römer war der Ort als Salduie bekannt, eine iberische Siedlung am Ufer des Flusses Ebro.
Mit der römischen Eroberung wurde die Stadt zu Caesaraugusta, benannt zu Ehren des Kaisers Augustus, der ihr besondere Privilegien gewährte und sie zu einer bedeutenden Kolonie ausbaute. Während der muslimischen Zeit war die Stadt als Saraqusta oder Sarakusta bekannt und wird in einigen Texten auch als Medina Albaida, was „die weiße Stadt“ bedeutet, bezeichnet.
Nach der christlichen Rückeroberung im Jahr 1118 entwickelte sich der Name über Formen wie Saragoça und Çaragoça weiter, bis er schließlich zum heutigen Saragossa wurde.
Wie hieß Saragossa früher?
Bevor die aragonesische Hauptstadt zu Saragossa wurde, trug sie im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Namen. Nachfolgend ein Überblick über die einzelnen Bezeichnungen:
- Salduie – Der iberische Name der ursprünglichen Siedlung am Standort der heutigen Stadt, einem wichtigen indigenen Zentrum.
- Caesaraugusta – Gegründet von den Römern im Jahr 14 v. Chr. und benannt zu Ehren des Imperators Caesar Augustus.
- Saraqusta/Sarakusta – Der Name, der von Muslimen während der arabischen Herrschaft verwendet wurde, eine Abwandlung des römischen Toponyms.
- Medina Albaida – bedeutet auf Arabisch „die weiße Stadt“ und wurde in islamischer Zeit verwendet, um den hellen Farbton der Gebäude widerzuspiegeln.
- Saragoça/Çaragoça – Nach der christlichen Rückeroberung im Jahr 1118 wurde der Name an die romanische Phonetik und Rechtschreibung angepasst.
- Saragossa – Die moderne Form ist das Ergebnis jahrhundertelanger sprachlicher Entwicklung aus Caesaraugusta und seit Generationen offiziell in Gebrauch.
Leben in Saragossa
In Saragossa zu leben bedeutet, in eine Stadt einzutauchen, in der antike Geschichte auf pulsierendes, modernes Leben trifft. Der Ort ist bekannt für seine einladende Atmosphäre und den gemächlichen Lebensrhythmus und eignet sich somit ideal für alle, die Gemeinschaft und Authentizität schätzen.
Kultur und Tradition prägen das Stadtbild, von den Fiestas del Pilar über traditionelle Märkte bis hin zu den Aromen der aragonesischen Küche. Die Stadt bietet zudem ein vielfältiges Bildungs- und Kulturangebot mit Museen, Theatern und Kunstzentren, die den Alltag bereichern. Saragossa verfügt außerdem über großzügige Grünflächen.