Nach dem mehrmonatigen Stillstand aufgrund der Corona-Pandemie erholt sich der spanische Immobiliensektor allmählich wieder, wie aus dem Index des Immobilien-Aktivitätsregisters (IRAI) des Verbandes der Registrierstellen hervorgeht. Danach verbesserten sich die Indikatoren im 3. Quartal 2020 in Bezug auf Immobilienkäufe und -verkäufe sowie Wohnungsbaudarlehen. Der Index legte im Vergleich zum 2. Quartal 6,39 Punkte zu und stieg auf 103. Daher gibt es trotz Corona-Pandemie eine Reihe von guten Gründen, 2021 eine Immobilie in Spanien zu kaufen.
Der Index ähnelt den aktuellen Statistiken des INE (dem spanischen Statistikamt), die widerspiegeln, wie sich der Kauf und Verkauf von Immobilien im Oktober 2020 mit 37.000 Transaktionen stabilisiert hat. Damit liegt er deutlich über den Zahlen der Monate April, Mai und Juni mit 27.300 Transaktionen.
Trotz dieser leichten Verbesserung ist die Situation auf dem spanischen Immobilienmarkt immer noch nicht mit der vor der COVID-19-Pandemie zu vergleichen. Obwohl es noch zu früh ist, um klare Schätzungen vorzunehmen, deutet alles darauf hin, dass dieses Jahr für den Sektor in Spanien entscheidend sein wird. Dies gilt insbesondere für die Preise, die trotz anfänglicher Prognosen bisher keine nennenswerten Veränderungen erfahren haben. Woran liegt das? Der Grund dafür ist, dass dieser Indikator tendenziell hinter dem Konjunkturzyklus zurückbleibt und erst in diesem Jahr die realen Immobilienpreisentwicklungen in Spanien infolge des Coronavirus zu sehen sein werden, insbesondere in Bezug auf Bestandsimmobilien.
Diese Tatsache, zusammen mit anderen Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt, wie z. B. der Zunahme von digitalen Diensten, der Veränderung des Wohnungsbedarfs, der Zunahme von Telearbeit und einem gesteigerten Interesse an ländlichen Gebieten, belegen, dass Anfang 2021 ein guter Zeitpunkt ist, um eine Immobilie in Spanien zu kaufen. Die Immobilienfachleute von Solvia nennen uns hier 6 Gründe für den Kauf einer Immobilie in Spanien im Jahr 2021.
Gutes Angebot an Neubau-Immobilien
Aufgrund der Corona-Pandemie suchen Käufer in Spanien nach größeren, vorzugsweise freistehenden Häusern mit Außenbereichen wie Terrassen oder Balkonen. Dies kann auch Wohnblöcke mit Gemeinschaftsbereichen wie Gärten, Swimmingpools oder Grünflächen sowie energieeffizientere Häuser umfassen. Dies sind Merkmale, über die Neubauprojekte in Spanien fast immer verfügen, obwohl die Preise in diesem Fall nicht so stark angepasst werden und ziemlich stabil bleiben werden. Dank des Anstiegs der Telearbeit sind Immobilien in den Randgebieten der Städten eine gute Gelegenheit, da sie oft mehr Platz für weniger Geld bieten.
Wohnen in zentralen Lagen ist viel günstiger
Für diejenigen, die es vorziehen, in der Innenstadt zu wohnen und gleichzeitig über genügend Platz, Tageslicht und zusätzlichen Platz für ein Homeoffice verfügen möchten, besteht die Möglichkeit, eine renovierungsbedürftige Bestandsimmobilie zu kaufen. In diesem Sektor wird eine Preisanpassung nicht lange auf sich warten lassen. Die jüngsten Zahlen aus dem INE-Immobilienpreisindex für das 3. Quartal 2020 spiegeln einen Anstieg dieser Art von Vermögenswerten um 0,8% wider (+ 7,5% beim Neubau). Für das nächste Jahr sehen die Experten von Solvia jedoch eine Anpassung von rund 5% in Bezug auf Bestandsimmobilien sowie die Stabilisierung der Preise für Neubau-Immobilien und Neubauprojekte.
Mehr digitale Dienste, um den Käufern zu helfen
Intelligente Tools für Marktanalysen, Benachrichtigungen, Filter, qualitativ hochwertige Fotos, Videos, Finanzierungssimulatoren... dies sind nur einige der neuesten Tools, die auf dem spanischen Immobilienmarkt verfügbar sind, um Käufer bei der Suche nach einer Immobilie zu unterstützen. Virtuelle Besichtigungen können potenziellen Käufern eine bessere erste Vorstellung von einer Immobilie geben und unnötige Besichtigungen vor Ort vermeiden.
Der Wohnungsbau in Spanien bleibt rentabel
Nach Schätzungen der Banco de España für das 3. Quartal sind Immobilien eines der wenigen Vermögenswerte, die eine bemerkenswert positive Rendite bieten und im Jahr 2021 möglicherweise noch Wachstumspotenzial haben. Obwohl die Renditen infolge der Corona-Krise von 6,8% vor der Pandemie auf aktuell 5,6% gesunken sind, sind Investitionen in Immobilien in Spanien nach wie vor ein Vermögenswert, von dem sich insbesondere bei der Vermietung profitieren lässt.
Niedrige Hypothekenzinsen
Die niedrigen Zinssätze, die Banken in Spanien für Hypotheken anbieten, werden 2021 beibehalten und sind weiterhin ein Anreiz, eine Immobilie zu kaufen und eine Hypothek aufzunehmen. Trotzdem halten die Banken auch weiterhin an ihren strengen Bedingungen fest, wenn es darum geht, Wohnungsbaudarlehen zu gewährleisten. Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheit sind einige Banken strikter denn je bei der Gewährung von Darlehen, um sicherzustellen, dass der Antragsteller über die ausreichende Zahlungsfähigkeit verfügt, um das Darlehen zurückzahlen zu können.
Zweitwohnungen in dünn besiedelten Gebieten
Die aktuellen Empfehlungen für eine fortgesetzte soziale Distanzierung und die Suche nach weniger überfüllten Orten haben die Perspektiven der Spanier bei der Auswahl eines Ortes für ihr zweites Zuhause verändert. Provinzen und Gemeinden mit weniger Einwohnern, die sich in Gebieten befinden, in denen eine Flucht in die Natur möglich ist und in denen die Ansteckungsraten niedriger sind, sind jetzt gefragter denn je. Zu diesen Faktoren kommt die Preisanpassung von Immobilien in diesen Gebieten hinzu, die auch für die Zukunft eine hervorragende Investition darstellen können.