Wo sind die Preise für Luxusimmobilien am stärksten gestiegen oder gesunken?

Welche Standorte für Luxusimmobilien haben die Pandemie am besten überstanden?
Welche Standorte für Luxusimmobilien haben die Pandemie am besten überstanden? idealista

Seit fast zwei Jahren dominiert die Corona-Pandemie unser tägliches Leben und wirkt sich auf den Großteil der Weltwirtschaft aus. Nachdem sich die Welt an die neue Normalität gewöhnt hatte, erwies sich der Immobilienmarkt als einer der widerstandsfähigsten Sektoren der Wirtschaft. Der spanische Immobilienmarkt erholte sich beeindruckend schnell nach dem plötzlichen Rückgang der Transaktionen im Jahr 2020. Dazu gehört auch das Luxussegment des Immobilienmarktes in Spanien, das ebenfalls eine solide Transaktionserholung erlebt hat. Trotz der Pandemie blieben sich die Preise in den Bezirken der wichtigsten Städte und in den Küstengebieten, die am meisten mit Luxusimmobilien in Verbindung gebracht werden, stabil oder verzeichneten sogar einen Anstieg.

Mit Daten aus dem Preisbericht von idealista vom November 2021, nach dem die durchschnittlichen Immobilienpreise in Spanien im Jahresvergleich um 3,7 % gestiegen sind, analysieren wir die Angebotspreise für Luxusimmobilien, die die Durchschnittspreise von 4.000 Euro/m2 übersteigen. Wir vergleichen diese Angebotspreise auch mit denselben aus dem Jahr 2019, um ihre Entwicklung im Verlauf der Pandemie zu analysieren.

Mit den genannten Preisen bleiben uns mehr als 160 Luxuswohnungsmärkte in Spanien, aufgeteilt in Bezirke und Viertel in den verschiedenen Provinzhauptstädten und in den Küstengemeinden.

Wo stiegen die Preise für Luxusimmobilien am stärksten?

Die Märkte für Luxusimmobilien in Spanien, die den größten Preisanstieg verzeichnen, teilen sich weitgehend auf die Balearen und Málaga auf. Unter diesen Märkten nimmt das Wachstum, das in den letzten zwei Jahren im Genova-Viertel von Palma zu verzeichnen war, mit einem Preisanstieg von 41,1 % auf 5.881 Euro/m2 den Spitzenplatz ein. Vor zwei Jahren hatte er bereits die Marke von 4.000 Euro/m2 überschritten, eine bemerkenswerte Grenze bei Luxusimmobilien. Von den 10 Gebieten mit dem höchsten Preisanstieg für Luxusimmobilien im Vergleich zwischen der Zeit vor der Pandemie und der Zeit nach der Pandemie ist der Preis, den die Eigentümer für ihre Immobilie verlangen, bei der Hälfte über diesen Referenzwert gestiegen.

Im Gebiet Montemayor-Marbella Club in der malagassischen Stadt Benahavís, die an Marbella angrenzt, sind die Preise um 39,2 % auf 4.312 Euro/m2 gestiegen. Vergleicht man mit dem benachbarten Gebiet La Zagaleta-El Madroñal, in dem sich eine der berühmtesten Luxuswohnanlagen Europas befindet, wo der Anstieg nur 3,7 % betrug, so wird deutlich, wie beeindruckend dieser Anstieg ist. Die drei Gebiete mit den höchsten Preissteigerungen werden durch Cala Vinyes in Calvià vervollständigt, wo die Preise um 37,7 % auf 4.957 Euro/m2 gestiegen sind.

Das weltberühmte Marbella ist zwar mit keinem Viertel unter den ersten drei Positionen vertreten, aber es ist die Stadt mit den meisten Vierteln, in denen die Immobilienpreise stark gestiegen sind. Die Stadtteile Las Brisas (30,1 %), Los Monteros (30 %) und Los Naranjos (24,7 %) sind alle unter den Top 10 der Immobilienmärkte mit Preissteigerungen nach der Pandemie.

Dazu kommen drei Gebiete auf den Balearen: Es Camp de Mar (29,8 %) in der Gemeinde Andratx, das Dorf Sant Josep (27,2 %) in Sant Josep de sa Talaia auf Ibiza und das Viertel Paseo Marítimo in Palma mit einem Anstieg von 29,3 %.

Der Stadtteil Barri Vell in Girona (29,9 %) vervollständigt die Top 10 der Luxusimmobiliensmärkte mit den höchsten Preisanstiegen.

Die Luxusimmobilienmärkte mit den größten Preissenkungen

Andererseits gab es auch Preisrückgänge auf einigen Märkten für Luxusimmobilien in Spanien, wie in Naut Aran in Lleida, wo die Angebotspreise um 13,7 % gefallen sind und unter der Marke von 4.000 Euro/m2 bleiben. Zwei Viertel in Barcelona, La Nova Esquerra de l'Eixample (-12,7 %) und Diagonal Mar i el Front Marítim del Poblenou (-12,5 %) sind im Vergleich zu 2019 ebenfalls gefallen. Dennoch bleibt Diagonal Mar i el Front Maräitim del Poblenou das teuerste Viertel in Barcelona (6.202 Euro/m2).

Es ist erwähnenswert, dass zwei der fünf teuersten Gegenden Spaniens einen zweistelligen Preisverfall verzeichnet haben. Das Gebiet Es Cubells in der Gemeinde Sant Josep de sa Talaia auf Ibiza ist mit 8.641 Euro/m2 das teuerste Viertel in Spanien, obwohl die Preise im Vergleich zu 2019 um 12,4 % gesunken sind. Ein weiteres prominentes Gebiet ist Miraconcha in San Sebastián, wo die Preise im Vergleich zu vor zwei Jahren um 10,6 % auf 7.243 Euro/m2 gefallen sind.

In eingien der teuersten Viertel Madrids wurden ebenfalls Preisrückgänge verzeichnet, die mit den oben erwähnten Rückgängen in Barcelona einhergehen, was die allgemeinen Daten für den gesamten Immoblienmarkt in beiden spanischen Großstädten widerspiegelt. Einige bekannte Viertel in der spanischen Hauptstadt wie Sol (-11,1 %), Gaztambide (-7,8 %) oder Trafalgar (-7,3 %) verzeichneten die deutlichsten Rückgänge, ebenso wie Sarrià (-10 %) und La Sagrada Família (- 6,7%) in Barcelona.

Die teuersten Luxusviertel in Spanien

Nachdem wir uns den Anstieg und Rückgang der Preise für Luxusimmobilien in Spanien angesehen haben, können wir auch analysieren, wo die höchsten Immobilienpreise in Spanien zu finden sind. Wie bereits erwähnt, ist das Gebiet von Es Cubells auf Ibiza trotz seines Rückgangs mit 8.641 Euro/m2 im Oktober 2021 weiterhin das teuerste in Spanien. Vor zwei Jahren lagen die Preise dort bei 9.864 Euro/m2.

Dahinter liegt das Viertel Recoletos in Madrid, das nach einem Anstieg von 1,5 % im Vergleich zu vor zwei Jahren 8.500 Euro/m2 erreicht. Zusammen mit Es Cubells ist es das einzige Viertel in Spanien mit Immobilienpreisen über 8.000 Euro/m2.

Die Insel Formentera, die aufgrund ihrer geringen Größe ihren gesamten Immobilienmarkt zusammenfasst, hat nach einem Anstieg um 6,8 % einen Quadratmeterpreise von 7.930 Euro erreicht, was sie auf den dritten Platz der Liste bringt, knapp hinter den „Achttausendern“. Es folgen die Viertel Jerónimos in Madrid mit 7.148 Euro/m2 und Port d'Andratx, auf den Balearen, mit 7.115 Euro/m2.

Die Top 10 der teuersten Viertel für Luxusimmobilien werden von Área Romántica in San Sebastian (6.930 Euro/m2), Castellana in Madrid (6.909 Euro/m2), Santa Gertrudis (6.764 Euro/m2) in der Gemeinde Santa Eulalia del Río auf Ibiza und Costa d'En Blanes (6.619 Euro/m2) in Calvià (Mallorca) vervollständigt.