10 Tipps zur Miete von Gewerbeimmobilien in Spanien

Foto von Erik Mclean auf Unsplash
Foto von Erik Mclean auf Unsplash
28 September 2020, Larraín Nesbitt Abogados

1. Haben Sie es mit dem Eigentümer oder einem gesetzlich ermächtigten Bevollmächtigten zu tun?

Es gibt nichts Schlimmeres als eine große Anzahlung zu leisten, um später festzustellen, dass Sie von jemandem, der nicht der Eigentümer ist, um Ihr Geld betrogen wurden. Sie sollten stets als Erstes überprüfen, ob die Person, die sich als Vermieter ausgibt, tatsächlich gesetzlich dazu befugt ist — entweder, weil er der rechtmäßige Eigentümer oder ein Bevollmächtigter mit einer entsprechenden gültigen Vollmacht ist.

2. Gemietete Fläche

Achten Sie im Mietvertrag auf die Größe der gemieteten Fläche. Häufig wird sie auf Grundlage der Gesamtgrundfläche der Immobilie berechnet. Sollten Sie jedoch nur einen Teil anmieten, würden Sie zu viel zahlen.

3. Internet über Glasfaser

Moderne Unternehmen sind auf eine ausgezeichnete Internetverbindung angewiesen, da sie eine enorme Menge an Daten verwalten müssen, rund um die Uhr. Stellen Sie daher sicher, dass in Ihrer Gewerbeimmobilie bereits Glasfaserkabel vorinstalliert ist, um wertvolle Wochen, wenn nicht Monate zu sparen, in denen Sie auf die Installation warten müssten.

4. Firmenlogo

So etwas wie das Anbringen Ihres Firmenlogos an der Fassade ist so einfach, dass es bei der Suche nach Büroräumen oft als selbstverständlich angesehen und von vielen übersehen wird. Wer seriös erscheinen möchte, sollte ein ordentliches Firmenlogo an der Außenseite anbringen. Einige Eigentümergemeinschaften erlauben dies nicht, einige Geschäftszentren (centro de negocios) verbieten dies ebenfalls. Machen Sie sich kundig und bestehen Sie auf einem Firmenlogo, um nicht unseriös zu erscheinen.

5. Mietkaution (fianza legal)

Laut spanischem Gesetz muss der Mieter eine 2-monatige Kaution für gewerbliche Mietverträge hinterlegen. Die Kaution sollte idealerweise vom Vermieter an eine offizielle regionale Einrichtung zur sicheren Verwahrung überwiesen werden, wie hier erläutert. Darüber hinaus ist es üblich, zusätzliche Garantien zu verlangen. Bei gewerblichen Vermietungen besteht die Möglichkeit, mit dem Vermieter zu verhandeln, wie viele monatliche Einlagen als zusätzliche Garantie erforderlich sind. Es soll betont werden, dass es Spielraum für Verhandlungen gibt, insbesondere bei hochwertigen Ladenlokalen. Zum Beispiel könnte ein Outlet in bester Lage in Madrid oder eine Strandunterkunft an einem noblen Ort wie Puerto Banús (Marbella) Sie leicht um 12 Monate zurückwerfen. Insbesondere wenn Sie ein gebietsfremder Mieter ohne Verbindungen zu Spanien sind, werden die Vermieter mehr gusseiserne finanzielle Garantien verlangen (um sich abzusichern), da Sie möglicherweise als riskante Option wahrgenommen werden. Es ist zweckmäßig, dass dies von den Parteien von Anfang an geklärt und ausgehandelt wird, da dies häufig ein strittiger Punkt ist.

6. Grundsteuer und die Quote der Eigentümergemeinschaft

Um böse Überraschungen zu vermeiden, ist dies einer der ersten Punkte, den Sie verhandeln sollten. Die Vermieter kommen in der Regel sowohl für die Grundsteuer (IBI) und die Quote der Eigentümergemeinschaft auf. In der Praxis kann dies jedoch auch anders gehandhabt werden. Stellen Sie dies auf jeden Fall klar, um böse Überraschungen zu vermeiden.

7. Abfallgebühren

Die Abfallgebühr (tasa de basura) ist eine lokale Abgabe, die normalerweise vom Vermieter getragen wird. Dies ist jedoch ein weiterer Punkt, der von potenziellen Mietern häufig übersehen wird. Stellen Sie sicher, dass Sie wissen, wer für die Abgabe aufkommt, um Ärger mit der Gemeindeverwaltung zu verhindern.

8. Wer bezahlt die Nebenkosten (Wasser & Strom)? Sind die Dienstprogramme angeschlossen (betriebsbereit)?

Obwohl es offensichtlich erscheint, dass der Mieter für diese Kosten aufkommen sollte, kommt es nicht selten vor, dass der Vermieter die Wasserrechnungen zahlt. Der Strom wird vom Mieter bezahlt. Sie sollten sich auch erkundigen, ob die Versorgungsleistungen derzeit an das Netz angeschlossen sind, um zu verhindern, eventuell wochenlang darauf zu warten, dass jemand kommt, um die Anschlüsse zu aktivieren.

9. Gibt es eine (moderne) Klimaanlage?

Keine Frage, in Spanien herrschen das ganze Jahr über warme Temperaturen, besonders im Sommer kann es in einigen Gegenden sehr heiß werden. Vermeiden Sie, einen 12-monatigen Mietvertrag für eine Gewerbeimmobilie abzuschließen, nur um herauszufinden, dass es sich bei der Klimaanlage um eine veraltete Installation aus den 1950er Jahren handelt.

10. Und zum Schluss… der Vermieter

Der Erfolg oder Misserfolg werden oft von Ihrer Beziehung zum Vermieter bestimmt. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Immobilienmakler nach Erfahrungen mit den Vormietern. Eine hohe Rotation an Mietern sollte ein Warnhinweis sein.

Wir von LNA können Sie beim Kauf, Verkauf oder der Vermietung Ihrer Immobilie in Spanien unterstützen. Wir verfügen über 17 Jahre Erfahrung in den Bereichen Grundstücksübertragung und Steuern.

Larraín Nesbitt Abogados, kleine Gebühren, großer Service.

2020 © Raymundo Larraín Nesbitt. Alle Rechte vorbehalten.

Sind Sie bereit, Ihr Traumhaus zu finden?

Sind Sie bereit, Ihr Traumhaus zu finden?

Finden Sie bei idealista Immobilien zum Verkauf und Langzeitmieten