Viele Familien in Spanien und im Ausland haben während des Corona-Lockdowns festgestellt, dass ihre derzeitigen Häuser und Wohnungen nicht ihren Bedürfnissen entsprechen. Während der Ausgangssperre entstanden neue Wohnbedürfnisse: Familien sehnten sich insgesamt nach mehr Platz und vor allem nach Außenbereichen wie Gärten oder Balkonen, um die frische Luft genießen zu können.
Das Immobilienunternehmen Solvia erklärt dazu: „Ein Haus mit offenen Räumen, einer größeren Wohnfläche oder sogar einem Pool ist zu einer Priorität geworden. Die Ausgangssperre aufgrund der COVID-19-Pandemie hat viele Menschen bemerken lassen, dass sie Häuser mit sehr spezifischen Anforderungen benötigen. Sie ziehen jetzt in Betracht, ein Grundstück zu kaufen und ein vollständig maßgeschneidertes Haus zu bauen.“
Ist es also möglich, ein eigenes Haus in Spanien zu bauen? Vielleicht nicht mit Ihren eigenen Händen, aber es ist eine Option, Ihr neues Zuhause zu planen, es zu entwerfen und eine geeignete Baufirma zu finden. Den bereits viele ausländische Käufer entschließen sich bereits dazu, ein Grundstück in Spanien zu kaufen, um ihr eigenes Haus zu bauen.
Obwohl der Kauf eines Grundstücks und der anschließende Bau eines maßgeschneiderten Hauses eine interessante Alternative darstellt, fordert dieses Unternehmen äußerste Vorsicht. Während der Kauf von Grundstücken und der Bau eines Eigenheims in anderen europäischen Ländern weit verbreitet ist, ist dies in Spanien nicht allzu üblich. Die Experten von Solvia betonen, dass die Entscheidung für diese Route ein komplizierter Prozess sein kann und in der Regel nicht schnell erfolgt. Aus diesem Grund wird empfohlen, sich an eine professionelle Beratung zu wenden, eine detaillierte Planung durchzuführen und sicherzustellen, dass die bestmögliche Finanzierung erzielt wird.
Angesichts der zunehmenden Nachfrage nach Bauland in Spanien finden Sie hier einen Leitfaden mit einigen praktischen Ratschlägen, mit denen der Bau eines Eigenheims in Spanien ein Erfolg wird:
1. Ein passendes Grundstück wählen
Das erste, was Sie tun müssen, ist viel zu recherchieren und nach dem perfekten Grundstück zu suchen, auf dem Sie Ihr neues Zuhause errichten möchten. Achten Sie dabei auf die Beschaffenheit des Grundstücks, da Sie nicht auf allen Grundstückstypen bauen können.
Bei der Suche nach Grundstücken in Spanien werden Sie im oft auf „suelo rústico“ stoßen, eine Art Grundstück, das normalerweise nicht über die erforderliche Infrastruktur (Strom- und Wasserversorgung, Entwässerung usw.) verfügt und nicht zum Bauen geeignet ist. Auf der anderen Seite gibt es „suelo urbano“ oder „suelo urbanizable“, d. h. Baugrundstücke bzw. erschlossenes Bauland.
Neben dem Grundstück müssen auch andere Kriterien berücksichtigt werden, z. B. die Grundflächenzahl (die bebaubare Fläche des Grundstücks) und die Wohnfläche.
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2. Lassen Sie sich von einem Experten beraten
Sobald Sie ein Grundstück ausgewählt haben, auf dem Sie bauen möchten, müssen Sie professionellen Rat einholen. Solvia empfiehlt, sich an einen Architekten zu wenden, um das Grundstück „in situ“ zu untersuchen und sicherzustellen, ob es gut zugänglich ist, ob die Ausrichtung und die Neigung des Geländes passen, ob es eine angemessene Größe hat und die richtige Oberfläche zum Bauen usw.
Der Architekt kann auch eine allgemeine Schätzung der Baukosten vorlegen, die dazu beiträgt, die ersten Kontakte zu den Banken herzustellen, um eine Hypothek zu beantragen.
Es ist auch ratsam, sich von einem Anwalt beraten zu lassen, der in allen Phasen des Prozesses berät und die zu treffenden Schritte angibt.
3. Vorbereitende Schritte
Die Experten von Solvia weisen auch darauf hin, dass Sie eine „nota simple“ (Grundbuchauszug) anfordern sollten, um zu überprüfen, ob das Grundstück belastet ist. Eine „nota simple“ ist im Grunde ein kurzer Bericht über die Immobilie (ganz gleich ob es um eine Garage, eine Wohnung, einen Lagerraum, ein Grundstück usw. handelt), der vom Grundbuchamt angefordert werden kann.
Der nächste Schritt besteht darin, sich an das Kataster zu wenden, um eine beschreibendes und grafisches Katasterzertifikat zu erhalten, damit überprüft werden kann, ob die Daten in beiden Registern übereinstimmen. Schließlich ist es notwendig, zum entsprechenden Rathaus zu gehen, um die aktuellen städtebaulichen Vorschriften einzusehen. „Diese Einsicht ist von grundlegender Bedeutung, da das Design des zukünftigen Hauses je nach Gesetzgebung erhebliche Abweichungen aufweisen kann (Höhe, Anzahl der Stockwerke...)“, betont Solvia.
4. Finanzierung
Solvia weist darauf hin, dass Banken im Allgemeinen keine Hypotheken für den Kauf von Grundstücken gewähren. Daher ist es am besten, einen Kredit zu beantragen oder Ihr derzeitiges Eigenheim neu zu belasten. Im Allgemeinen ist es in Spanien jedoch möglich, einen Wohnungsbaukredit für den Bau einer Immobilie zu beantragen.
„Diese Art von Hypothek ist normalerweise in drei Phasen unterteilt: die Anfangsphase (nach der Baugenehmigung, damit die Arbeiten beginnen können), die Zertifizierungsphase (während der die Bauarbeiten fortgesetzt werden) und die Fertigstellungsphase (nach Fertigstellung der Immobilie). Die Finanzierung für diese Vorhaben beträgt normalerweise 80% der Gesamtkosten, wenn es sich um den Hauptwohnsitz handelt, und die Laufzeit beträgt in der Regel nicht mehr als 30 Jahre“, so das Immobilienunternehmen.
Andererseits ist zu berücksichtigen, das die Banken für die Gewährung des Darlehens die Baugenehmigung, die geplanten Kosten und den Energieausweis benötigen. Abgesehen davon muss der Kunde auch seine Zahlungsfähigkeit nachweisen können.
5. Planung
Solvia betont, dass die Zeit, die benötigt wird, um ein Eigenheim in Spanien zu bauen, normalerweise etwa zwei Jahre beträgt. Um eine Verzögerung und einen Anstieg der Kosten zu vermeiden, halten es die Experten für unerlässlich, „eine detaillierte Planung des Budgets und des Zeitplans sowie eine gründliche Koordination der an jeder Phase beteiligten Fachkräfte (Architekt, Bauteam...) durchzuführen“.