Für touristische Unterkünfte in Málaga wird keine separate Müllentsorgungsgebühr erhoben. Der Stadtrat hat ein gesondertes System für Ferienvermietungen abgelehnt, welche demnach wie reguläre Wohnimmobilien abgerechnet werden.
Die gemäß EU-Vorschriften eingeführte Steuer wird den Einwohnern ab Mitte 2026 mitgeteilt. Die erste Hälfte muss vor Ende nächsten Jahres bezahlt werden, der Restbetrag ist im Jahr 2027 fällig, ab dem die Steuer auch jährlich erhoben wird.
Die Stadtverwaltung schätzt die Kosten für die Müllentsorgung, die von den Einwohnern getragen werden sollen, auf 63 Millionen Euro pro Jahr. Die Gebühren richten sich nach dem Katasterwert der Immobilie und der Anzahl der gemeldeten Gäste. Sie betragen durchschnittlich 140 Euro pro Haushalt und Jahr.
Unternehmen und Geschäfte unterliegen ab 2027 einem separaten System und sind im nächsten Jahr von der Zahlung befreit.
Ermäßigungen
Zunächst einmal werden als schutzbedürftig eingestufte Familien von 50 % der Gebühr befreit. Darüber hinaus erhalten alle Einwohner einen Rabatt von 30 %, wenn sie sich dazu verpflichten, Müll zu recyceln.
Die Recyclingbehälter werden mit einem QR-Code-System ausgestattet: Bei drei bis fünf Nutzungen pro Woche gibt es 5 % Rabatt, bei mehr als fünf Nutzungen 15 %. Besuche städtischer Recyclinghöfe zur Abgabe von Sondermüll können die Gebühr um 1 % pro Besuch und bis zu maximal 10 % reduzieren. Die restlichen 5 % Rabatt werden für das Abholen unerwünschter Gegenstände in diesen Recyclinghöfen gewährt.
Málaga lehnt Müllsteuer ab
Der Stadtrat von Málaga hat sich gegen die neue Steuer, die in Spanien eine breite Debatte ausgelöst hat, ausgesprochen. Die Zentralregierung wurde aufgefordert, einen Weg zu finden, diese „Steuererhöhung“ zu reduzieren.
Als Reaktion darauf hat die lokale Regierung angekündigt, im nächsten Jahr eine Senkung der Grundsteuer (IBI) als „Ausgleich” für die neue Abgabe vorzunehmen, wobei der genaue Betrag noch nicht bestätigt wurde.