Eine Wohnung in Spanien mieten: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

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Häufige Fehler von Mietern in Spanien

  1. Ein mündlicher Vertrag ist besser als ein schriftlicher. Nein, nicht wirklich. Obwohl mündliche Verträge in Spanien ebenso gültig sind wie schriftliche, kann es schnell zu Meinungsverschiedenheiten kommen. Es ist sehr schwierig zu beweisen, was tatsächlich in einem mündlichen Vertrag vereinbart wurde. Es ist im besten Interesse des Mieters und des Vermieters, dass Mietverträge immer schriftlich abgeschlossen werden. Mieter haben sogar das Recht zu verlangen, dass ein mündlicher Vertrag von ihrem Vermieter schriftlich niedergelegt wird.
  2. Verrechnung der Kaution mit einer nicht bezahlten Miete. Dieser Vorgang ist rechtswidrig. Die Kaution dient ihrem eigenen rechtlichen Zweck und kann zu keinem Zeitpunkt zum Ausgleich von Mietausfällen verwendet werden.
  3. Ich kann die Wohnung jederzeit mit einer Frist von 30 Tagen verlassen. Ja und nein. Ja, aber abhängig von den vereinbarten Vertragsstrafen können Sie zur Zahlung einer Strafe für den vorzeitigen Auszug verpflichtet werden. Wenn Sie vor Ablauf der ersten sechs Monate ausziehen, sind Sie dem Vermieter gesetzlich die vollen sechs Monate schuldig.
  4. Schaden von der Miete abziehen. Dies ist unmöglich.
  5. Die Immobilie wird verkauft und ich werde gebeten auszuziehen. Nach einer Gesetzesänderung aus dem Jahr 2019 müssen Sie das eigentlich nicht. Langzeitmieter sind gesetzlich geschützt und dürfen auch bei Weiterverkauf nicht aus der Immobilie gezwungen werden. Es steht einem Mieter jedoch frei, mit dem Käufer (oder Vermieter) eine Vereinbarung zu treffen, um im Austausch gegen eine angemessene „Entschädigung“ im Voraus auszuziehen.

Häufige Fehler von Vermietern in Spanien

  1. Versorgungsleistungen abdrehen. Vermieter verspüren oft den Wunsch, dies zu tun, wenn ihr Mieter in Verzug gerät oder die Miete gar nicht mehr zahlt. Sie sollten jedoch wissen, dass Ihr Mieter Sie der Polizei melden kann. Dies kann entweder als Zwang oder Belästigung oder als beides bezeichnet werden. Ihr Mieter kann Sie strafrechtlich verfolgen und Sie werden möglicherweise in Untersuchungshaft genommen. Vielleicht sollten Sie zweimal überlegen, bevor Sie diesen Weg gehen.
  2. Schlösser wechseln. Wie oben kann es entweder als Zwang oder Belästigung oder als beides angesehen werden. Ihr Mieter kann Sie strafrechtlich verfolgen.
  3. Gerechtigkeit selbst in die Hand nehmen. Vermieter könnten versucht sein, die Gerechtigkeit selbst in die Hand zu nehmen und in ihr eigenes Eigentum einzubrechen, unterstützt von einem tätowierten Bekannten mit dicken Oberarmen als „Unterstützung“. Dies ist selten eine gute Idee und kann dazu führen, dass Sie und Ihre „Freunde“ in einem spanischen Gefängnis landen, weil sie sich illegal Zutritt verschaffen (Hausfriedensbruch). Die einzige - legale - Möglichkeit, einen nicht zahlenden Mieter loszuwerden, besteht darin, einen Anwalt zu beauftragen und ein formelles Verfahren zur Räumung durch die spanischen Gerichte einzuleiten.
  4. Betreten der Immobilie unter dem Deckmantel einer „Routineprüfung“. Obwohl es sehr verlockend sein mag, von Zeit zu Zeit einen Blick in die Wohnung zu werfen, besonders nach einer lauten Party, die die ganze Nachbarschaft wach gehalten hat, ist dies selten eine gute Idee. Wer eine Immobilie vermietet, verliert den Besitz über sie. Der Zugang zur Immobilie kann nur schriftlich vom Mieter gegeben werden, unabhängig davon, ob er mit der Miete auf dem Laufenden ist oder nicht.
  5. Verträge mit einer Laufzeit von elf Monaten sind kurzfristig und lückenlos. Leider nein. Dieser Fehler kann zu einem späteren Zeitpunkt für viele rechtliche Probleme sorgen. Was eine Miete als kurz- oder langfristig qualifiziert, ist nicht die Tatsache, dass sie auf die eine oder andere Weise oder sogar nach ihrer Dauer gekennzeichnet ist. Was wirklich zählt, ist, wenn der Mieter und seine Familie die Immobilie als ständigen Wohnort nutzen. In diesem Fall handelt es sich um einen langfristigen Vertrag, der dem Schutz des spanischen Mietgesetzes unterliegt.

Die Vermietung von Luxusimmobilien unterliegt übrigens nicht dem Schutz des spanischen Mietgesetzes. Diese Mietverhältnisse werden allein vom Willen der Parteien geregelt.

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