Wenn Ihnen das nötige Land für ein Fertighaus fehlt, müssen Sie ein Grundstück kaufen – aber was kostet das eigentlich?
Was kostet es, ein Fertighaus auf einem Grundstück aufzustellen?
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Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Fertighaus auf einem Grundstück zu errichten, dann haben Sie sich wahrscheinlich schon die folgende entscheidende Frage gestellt: „Wie viel wird das wirklich kosten?“ Neben dem Preis für das Haus können weitere Faktoren Ihr Budget beeinflussen. Hier zeigen wir Ihnen, wie viel Sie benötigen, um Ihr Projekt zu verwirklichen.

Was kostet es, ein Fertighaus auf einem Grundstück aufzustellen?

Die Kosten für die Errichtung eines Fertighauses hängen nicht nur vom Haus selbst ab, sondern auch von verschiedenen Faktoren, welche die Kosten für das gesamte Projekt beeinflussen können und berücksichtigt werden müssen:

Grundstückspreis

Der erste Schritt besteht darin, ein Grundstück für Ihr Fertighaus zu erwerben. Nur auf innerstädtischem Bauland ist ein Aufbau zulässig. Wenn Sie also bereits ein Grundstück besitzen, dann prüfen Sie die Klassifizierung und die maximal zulässige Bebauungsfläche.

Wenn Sie Land kaufen möchten, dann denken Sie daran, dass Sie auch Folgendes berücksichtigen müssen:

  • Notargebühren für die öffentliche Urkunde
  • Gebühren für das Eintragen im Grundbuch
  • Steuern wie Mehrwertsteuer oder Grunderwerbsteuer (ITP)

Preise für Fertighäuser

Der größte Teil des Budgets entfällt auf das Haus selbst. Die Preise können je nach Bauart, Größe, Lage, Materialien, Grad der individuellen Gestaltung und Ausstattung stark variieren.

Die wichtigsten Preisspannen zur Orientierung:

Art des FertighausesUngefährer Preis pro m²Beispiel: 80 m² großes Haus
Holz300 € – 600 €/m²25.000 € – 40.000 €
Modularer Beton1.000 € – 1.200 €/m²80.000 € – 96.000 €
Hocheffizienter Stahl900 € – 1.700 €/m²75.000 € – 85.000 €

Vorbereitung des Grundstücks

Die Kostenberechnung für die Errichtung eines Fertighauses umfasst weit mehr als nur den Grundstücksbesitz. Vor der Hausmontage müssen verschiedene Arbeiten durchgeführt werden, um das Baugrundstück vorzubereiten und einen sicheren, stabilen und vorschriftsmäßigen Aufbau zu gewährleisten. Zu den häufigsten Aufgaben gehören:

  • Erdarbeiten und Geländenivellierung: Der Untergrund muss so vorbereitet werden, dass das Haus ausreichend gestützt werden und sicher stehen kann.
  • Fundament: Während einige Modelle auch ohne herkömmliches Fundament aufgebaut werden können, empfehlen die meisten Hersteller eine solide Basis, um Langlebigkeit zu gewährleisten.
  • Geotechnische Untersuchung: Hierbei wird die Bodenbeschaffenheit analysiert, um zu bestätigen, dass der Boden die Konstruktion ausreichend tragen kann.
  • Topografische Vermessung: Es werden Geometrie und spezifische Eigenschaften des Grundstücks ermittelt. Die Preise dafür liegen in der Regel bei zwischen 250 Euro und 400 Euro, abhängig von der Grundstücksgröße.
VorbereitungUngefähre Kosten
Geotechnische Untersuchung500 € – 4.000 €
Topographische Vermessung200 € – 400 €
Erdarbeiten20 € – 50 €/m³
Fundament80 € – 300 €/m²

Transport und Aufbau des Fertighauses

Nach der Fertigung muss das Haus zum Grundstück transportiert werden. Dafür werden große Lkws, Kräne und Fachpersonal benötigt. Die Kosten für Transport, Montage und Aufbau variieren je nach Modell und Standort und liegen bei zwischen 4.000 Euro und über 30.000 Euro, abhängig von Faktoren wie:

  • Entfernung von der Fabrik bis zum Grundstück
  • Zugänglichkeit des Grundstücks
  • Größe und Gewicht der Module

In der Praxis machen Transport und Montage üblicherweise zwischen 10 und 15 % des gesamten Projektbudgets aus.

Legalisierung, Lizenzen und Anschlüsse

Zur Berechnung der Montagekosten müssen die erforderlichen Genehmigungen berücksichtigt werden:

  • Steuer für Aufbau, Montage und Bauarbeiten (ICIO): Diese Steuer wird an die Gemeinde gezahlt und beträgt einen Prozentsatz des Baubudgets, in der Regel zwischen 3 % und 5 %, je nach Gemeinde.
  • Mehrwertsteuer: Für Privatpersonen, die ihre eigene Immobilie errichten (Eigenbedarf), beträgt die Mehrwertsteuer 10 %.

Nach Abschluss der Bauarbeiten müssen folgende Kosten gedeckt werden:

  • Gebühr für die Erstnutzungslizenz: Typischerweise 0,5–1 % des Baubudgets.
  • Grundbucheintragung: Zur offiziellen Registrierung des Hauses.
  • Stempelsteuer (AJD): 1,5 % der deklarierten Kosten des Neubaus.
  • Versorgungsanschlüsse und Nutzungsbescheinigung: Anmeldung für die Wasser- und Stromversorgung und Erhalt der Nutzungsbescheinigung.

Beispiele für die Aufbaukosten eines Fertighauses

Als Richtwert gilt folgendes Gesamtbudget für die Aufstellung eines 80 m² großen Fertighauses auf einem Grundstück:

Ausgaben80 m² Wohnung
Versorgungsanschlüsse1.000 €
Genehmigungen und technische Planung8.000 €
Transport und Montage15.000 €
Baustellenvorbereitung20.000 €
Fertighaus80.000 €
Ungefährer Gesamtbetrag124.000 €

Diese Gesamtkosten sind besonders wettbewerbsfähig im Vergleich zu den aktuellen Preisen für Neu- und Gebrauchtimmobilien in Spanien.

Beispielsweise würde die Errichtung eines 90 m² großen Fertighauses mit einem Preis von 72.000 Euro auf einem Grundstück am Stadtrand von Valencia laut Prehouse folgende Kosten mit sich bringen:

AusgabenGeschätzter Preis
Fertighaus (90 m²)72.000 €
Fundament8.000 €
Technische Planung und Genehmigungen5.000 €
Anschlüsse und Versorgungsleitungen4.000 €
MwSt. (10%)7.200 €
Andere Analysen/Vermessungen2.000 €
Ungefährer Gesamtbetrag98.200 €

Faktoren, die das Budget für den Aufbau eines Fertighauses beeinflussen

Obwohl diese Zahlen eine zuverlässige Schätzung darstellen, können die Gesamtkosten je nach folgenden Faktoren variieren:

  • Lage: Lizenzen und Versorgungsanschlüsse sind in Großstädten in der Regel teurer.
  • Zugang zum Gelände: Ein schwieriger Zugang zum Grundstück für Kräne oder Lastwagen erhöht die Transportkosten.
  • Materialien und Energieeffizienz: Eine hochwertigere Dämmung erhöht zwar die anfänglichen Kosten, senkt aber die langfristigen Ausgaben für Strom und Heizung.
  • Grundstücksstatus: In stärker erschlossenen Gebieten treten in der Regel weniger unvorhergesehene Probleme und Kostenüberschreitungen auf.

Was ist günstiger – ein Haus zu bauen oder ein Fertighaus zu kaufen?

Das kommt darauf an. Der Bau eines Fertighauses erfordert entsprechende Fachkenntnisse. Viele Firmen verkaufen zwar die Pläne und Materialien, doch ohne Bauerfahrung kann die Fertigstellung sehr schwierig oder gar unmöglich sein.