Wer kauft die teuersten Immobilien in Spanien?

Wie viel Geld investieren Ausländer auf dem spanischen Immobilienmarkt? Und welche Ausländer geben das meiste Geld in Spanien aus?

Ausländische Immobilienkäufer in Spanien
Ausländische Immobilienkäufer in Spanien / Unsplash
5 Juli 2021, Redaktion

Die Immobilienkäufe von Ausländern in Spanien verzeichneten im Jahr 2020 einen Rückgang um 26,3% auf 46.303 gegenüber 2019, weit entfernt von dem historischen Hoch von 65.416 Käufen aus dem Jahr 2018. Konkret beträgt der Rückgang gegenüber dem Rekord von vor drei Jahren 30%. Aber wer kauft die teuersten Immobilien in Spanien?

Aus einem von Immobilienmaklern (API) und FIABCI Spanien veröffentlichtem Bericht zufolge liegt die Zahl von 2020 nahe an einem ähnlichen Niveau wie 2014 und deutlich über den Jahren der Krise. Trotz des zweistelligen Rückgangs im Vergleich zum Vorjahr machten die von Ausländern in Spanien abgeschlossenen Immobilienkäufe in Spanien 11,32% am Gesamtvolumen aus, ein leichter Rückgang um 1,13% gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich der Abwärtstrend der letzten Jahre fort, seitdem 2016 der Höchststand von 13,25% erreicht wurde. „Trotz dieses Rückgangs stellen sie unter Berücksichtigung der besonderen Umstände der Pandemie sehr signifikante Zahlen für die Auslandsnachfrage dar“, betont die Studie.

Die Autonomen Gemeinschaften mit den meisten Immobilienkäufen durch Ausländer im Jahr 2020 waren die Valencia (13.493), Andalusien (9.443) und Katalonien (7.748) sowie, weiter unten auf der Liste, die Kanarischen Inseln (3.841), die Balearen (3.146), die Autonome Gemeinschaft Madrid (2.761) und Murcia (2.617). In den restlichen Autonomien liegen die Käufe durch Ausländer bei unter 1.000. Gemeinsam ist allen Autonomen Gemeinschaften der Rückgang der abgeschlossenen Immobilienkäufe im zweistelligen Bereich.

Die Ausländer, die 2020 die meisten Immobilien in Spanien kauften, waren die Briten mit 13,05%, gefolgt von den Franzosen (8,16%), den Deutschen (7,75%), den Marokkanern (6,74%), den Belgiern (6,39%), den Rumänen (5,53%), den Italienern (5,08%), den Schweden (4,63%), den Niederländern (3,32%) und den Chinesen (3,08%).

Weiterhin steigende Immobilienpreise

Der durchschnittliche Kaufpreis für Immobilien durch Ausländer lag der Studie zufolge bei 1.791 Euro/m2 mit einem jährlichen Anstieg von 3,6% und setzt damit den Aufwärtstrend der Vorjahre fort.

Die höchsten Durchschnittspreise pro Nationalität wird von Schweden (5.322 Euro/m2), Deutschen (4.668 Euro/m2) und Norwegern (4.662 Euro/m2) angeführt. Bezogen auf die Größe der Immobilien waren 35,9% größer als 100 m2, 20,26% lagen zwischen 80 und 100 m2, 24,7% lagen zwischen 60 und 80 m2, 14,83 % lagen zwischen 40 und 60 m2 und 4,32% waren kleiner als 40 m2.

Rückgang der Hypotheken von Ausländern um 17,8%

Darüber hinaus betrug die Zahl der von Ausländern in Spanien aufgenommenen Hypotheken 19.177, was einem Rückgang gegenüber 2019 von 17,8% entspricht, dem Jahr, in dem der Höchstwert (23.342 Hypotheken) erreicht wurde.

Die von Ausländern in Spanien aufgenommenen Hypotheken machen 5,63% des Gesamtvolumens aus, ein deutlich niedrigerer Anteil als bei dein Gesamtimmobilienkäufen (11,32%), was den geringeren Finanzierungsbedarf von Ausländern für den Erwerb von Immobilien in Spanien verdeutlicht.

Die höchsten durchschnittlichen Hypothekenbeträge nach Nationalität entfielen auf Deutsche (245.775 Euro), Schweden (229.907 Euro), Niederländer (191.015 Euro), Briten (190.644 Euro), Franzosen (181.107 Euro) und Norweger (174.815 Euro).

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