Steuererklärung 2018: Infos zur Einkommensteuer in Spanien

Alles zur spanischen Einkommensteuererklärung IRPF 2018 / Gtres
Alles zur spanischen Einkommensteuererklärung IRPF 2018 / Gtres
11 April 2019, Redaktion

Seit Anfang April können alle, die in Spanien steuerpflichtig sind, über die Website oder die App des spanischen Finanzamtes ihre Steuerdaten für das Jahr 2018 einsehen und bereits ihre Einkommensteuererklärung (Impuesto sobre la Renta de Personas Físicas – IRPF) einreichen.

In den ersten sechs Wochen können die Steuererklärungen für das Jahr 2018 nur online eingereicht werden. Ab dem 14. Mai ist dies dann auch persönlich vor Ort im zuständigen spanischen Finanzamt möglich. Dieses Jahr gibt es einige Neuerungen für bestimmte Steuerzahler, wie z. B. für Großfamilien und Steuerpflichtige mit niedrigen Einkommen.

Es muss beachtet werden, dass der Entwurf der Steuererklärung (borrador), der vom spanischen Finanzamt erstellt wird, lediglich ein Vorschlag ist und auf den Daten basiert, die der spanische Fiskus von Dritten enthält, wie z. B. von den Banken, bei denen der Steuerzahler ein Konto oder ein Darlehen hat, oder dem Arbeitgeber. Auf andere Daten, wie z. B. den Familienstand, den Wohnsitz oder die Zahlung von Gewerkschaftsbeiträgen, kann das Finanzamt per Gesetz nicht zugreifen. Und genau diese Angaben sollten Sie vor Einreichung Ihrer Einkommensteuererklärung in Spanien überprüfen und ggf. korrigieren. Im Folgenden die Abschnitte, denen Sie größere Aufmerksamkeit schenken sollten:

  1. Persönliche Daten: Das spanische Finanzamt besteht darauf, dass Sie abgesehen von Ihren Einkünften auch Ihre persönlichen Daten überprüfen: Geburtsdatum, Steuernummer (NIE) und Steuerwohnsitz.
  2. Familie: Wenn Sie im Jahr 2018 ein Kind bekommen haben oder sich Ihre persönlichen und familiären Umstände geändert haben (weil Sie z. B. geheiratet haben), müssen Sie dies in diesem Abschnitt angeben. Wenn Sie Anspruch auf Steuervergünstigungen wegen Mutterschaft haben (Felder 611 bis 613), müssen Sie sich vergewissern, dass dies in der Erklärung enthalten ist, genauso wie etwaige Ansprüche auf Abzüge für behinderte Eltern/Kinder (Felder 623-624 und 636-637), Großfamilien (Felder 660 und 661) oder für einen Ehepartner, der nicht rechtlich getrennt lebt und eine Behinderung hat (Feld 662).
  3. Abzüge der Autonomen Gemeinschaften: Wenn Sie Anspruch auf eine Vergünstigung haben, die speziell in der Autonomen Gemeinschaft angewandt wird, in der Sie Ihren Steuerwohnsitz haben, können Sie dies in den Feldern eingeben, die Ihrer Autonomen Gemeinschaft entsprechen.
  4. Abzüge für Investitionen in den gewöhnlichen Wohnsitz: Wenn Sie Anspruch auf die Anwendung der Übergangsregelung haben (d. h. wenn Sie vor dem 1. Januar 2013 eine Immobilie gekauft oder Zahlungen für deren Bau geleistet haben), müssen Sie überprüfen, ob die Angaben zu den Hypothekendarlehen, die in der Steuererklärung erscheinen, korrekt sind (Felder 547 und 548).
  5. Abzüge für die Miete des gewöhnlichen Wohnsitzes: Wenn Sie den Mietvertrag vor dem 1. Januar 2015 unterzeichnet haben und die Bedingungen für die Anwendung dieser Vergünstigung erfüllen, müssen Sie dies in den Feldern 562 und 563 angeben.
  6. Gewerkschaftsbeiträge und Spenden: Gewerkschaftsbeiträge müssen Sie im Feld 14 eintragen; Spenden gehören in die Felder 552 und 553.
  7. Private Altersvorsorge: Wenn Sie Beiträge in eine private Rentenversicherung zahlen (plan de pensiones), sollten Sie die entsprechenden Angaben auf ihre Richtigkeit prüfen. Die Beiträge können in mehreren Feldern angegeben werden, obwohl Sie in der Regel das Kästchen 478 markieren sollten.
  8. Angaben zu Immobilien und deren Katasterdaten: Diese Daten sollten Sie unbedingt überprüfen. Um sicherzugehen, dass sie richtig sind, vergleichen Sie sie mit dem Zahlungsbeleg der Grundsteuer (Impuesto sobre Bienes Inmuebles) oder fragen Sie im Grundbuchamt nach (Tel. 902 37 36 35 oder über die Website). Die Kästchen, die Sie markieren müssen, sind Nummer 62 bis 66 (wo die Angaben über den Eigentumsanteil an der Immobilie oder ihre Nutzung erscheinen), 67 (Standort) oder 68 (Katasterdaten).

Was tun bei fehlenden Daten?

Das jährlich vom spanischen Finanzamt erstellte Handbuch zur Einkommensteuer weist darauf hin, dass „der Steuerzahler bei fehlenden Daten die bisherigen Berechnungen ändern und ergänzen muss. Diese Änderung ist sehr einfach.“

Die Änderung muss über Renta Web, die Internetseite zur Einreichung der Einkommensteuererklärung, oder, wenn die Änderungen die Bedingungen erfüllen, um telefonisch durchgegeben werden zu können, per Telefon: 901 200 345/ 91 535 68 13 (Montag bis Freitag von 9 bis 21 Uhr). Einkommen, die telefonisch angegeben werden können: Einkünfte aus Erwerbstätigkeit, Kapitaleinkünfte, Einkünfte aus Immobilienvermögen, Regelung für die Zuweisung von Einkommen (Immobilien und Kapitalvermögen) oder von Kapitalgewinnen und -verlusten (aus Anteilen an offenen Investmentfonds mit Selbstbehalt oder solchen, die nicht aus Übertragungen stammen).

Sie können auch einen Termin vereinbaren, um ab dem 14. Mai beim zuständigen Finanzamt in Spanien persönlich vorzusprechen. Dazu müssen Sie zwischen dem 9. Mai und dem 28. Juni vorab per Internet oder unter der Telefonnummer 901 22 33 44 oder 91 553 00 71 (Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr) einen Termin anfordern.

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