Immobilienpreise in den wohlhabendsten Gemeinden Spaniens

Die spanischen Gemeinden mit dem höchsten verfügbaren Durchschnittseinkommen / Agencia Tributaria
Die spanischen Gemeinden mit dem höchsten verfügbaren Durchschnittseinkommen / Agencia Tributaria
4 November 2019, Redaktion

Pozuelo de Alarcón (Madrid) ist die wohlhabendste Gemeinde Spaniens mit einem durchschnittlichen verfügbaren Jahreseinkommen von 53.185 Euro. Die Kleinstadt Avinyonet del Penedés in Barcelona (45.631 Euro) landet knapp vor ihrer Nachbarstadt Matadepera (41.881) auf dem zweiten Platz, wie aus Angaben der spanischen Steuerbehörde hervorgeht. Anhand der Daten des Immobilienportals idealista haben wir den Immobilienmarkt in den fünf teuersten Gemeinden Spaniens untersucht.

Die Top 10 der Gemeinden mit dem höchsten verfügbaren durchschnittlichen Jahreseinkommen werden ausschließlich von Gemeinden in den Provinzen Madrid und Barcelona belegt. Pozuelo de Alarcón (Madrid) ist der wohlhabendste Ort Spaniens mit einem verfügbaren Durchschnittseinkommen von 53.185 Euro, obwohl dieser Wert niedriger ist als in den Vorjahren, wie aus den Daten der Steuerbehörde hervorgeht, die sich auf die Einkommen aus dem Jahr 2017 stützen.

Obwohl Pozuelo die wohlhabendste Gemeinde Spaniens ist, erreichte der Durchschnittspreis für Immobilien aus Vorbesitz im September lediglich 3.092 Euro/m2, wie aus dem aktuellen Preisindex für Immobilien aus Vorbesitz von idealista hervorgeht. Dieser Durchschnittspreis ist bei weitem nicht der teuerste auf dem spanischen Markt. In der Gemeinde Madrid liegen die Preise in der Hauptstadt Madrid (3.770 Euro/m2) und in Majadahonda (3.131 Euro/m2) über denen von Pozuelo.

Momentan werden in Pozuelo mehr als 1.450 Immobilien (Häuser und Wohnungen) zum Verkauf angeboten. Die höchsten Preise liegen bei 17 Millionen Euro für kleine Paläste mit fast 3.000m2 Wohnfläche und in den exklusiven Gegenden der Avenida de Europa (3.828 Euro/m2) oder Prado de Somosaguas und der berühmten Wohnanlage La Finca, Heimat von Künstlern und Fußballern, mit 3.349 Euro/m2.

Auf dem zweiten Platz landet die kleine Stadt Avinyonet del Penedès in Barcelona mit nur 1.669 Einwohnern und einem jährlichen Durchschnittseinkommen von 45.631 Euro. Laut der Zeitung El País beherbergt die Region eines der größten spanischen Vermögen, die Erben von Isaac Carasso, dem Gründer von Danone.

Der Durchschnittspreis für Immobilien in dieser Region liegt jedoch nur bei 1.269 Euro/m2; damit ist die günstigste der 10 wohlhabendsten Gemeinden Spaniens. Aktuell sind 124 Immobilien zum Verkauf inseriert, darunter typische Bauernhöfe („masías“) und Fincas für über zwei Millionen Euro.

An dritter Stelle liegt die Gemeinde Boadilla del Monte in Madrid mit einem durchschnittlichen verfügbaren Einkommen von 41.881 Euro. Der Durchschnittspreis für Immobilien aus Vorbesitz beträgt hier 2.383 Euro/m2. Die teuersten Gegenden der Stadt sind der Sektor B (2.928 Euro/m2) und die Altstadt (2.832 Euro/m2). In dieser Gemeinde sind mehr als 1.000 Anzeigen inseriert, deren Preise bis zu sechs Millionen Euro erreichen.

Matadepera in Barcelona liegt mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 41.779 Euro auf dem vierten Platz. Der Durchschnittspreis für Immobilien in Matadepera übersteigt die Zweitausend-Euro-Marke (2.042 Euro/m2) und verzeichnete einen Anstieg von 21,2% im Jahresvergleich, auch wenn dieser Preis noch weit entfernt von dem im Jahr 2013 erreichten Höchstpreis (2.380 Euro/m2) ist. Diese exklusive Gegend eine Stunde von Barcelona entfernt am Fuße von Sant Llorenç del Munt bietet exklusive Immobilien mit Preisen von bis zu 8,5 Millionen Euro.

Alcobendas, mit mehr als 116.000 Einwohnern die größte der 10 wohlhabendsten Gemeinden Spaniens, liegt auf dem fünften Platz. Das durchschnittliche verfügbare Einkommen in dieser Stadt in Madrid liegt bei 39.376 Euro, wozu die exklusive Wohnanlage von La Moraleja gehört, einer der teuersten in ganz Spanien.

In Bezug auf die Immobilienpreise hat idealista allerdings eine Trennung zwischen der Stadt Alcobendas und dem Wohngebiet La Moraleja vollzogen. Dabei zeichnet sich ein deutlicher Unterschied ab: Während die durchschnittlichen Preise in La Moraleja bei 4.386 Euro/m2 liegen, erreichen sie in Alcobendas lediglich 2.755 Euro/m2.

 

Die Top 10 der wohlhabendsten Städte Spaniens wird von Majadahonda und Torrelodones (Madrid), Sant Cugat del Vallés, Sant Just Desvern und Cabrils (Barcelona) vervollständigt, mit durchschnittlich verfügbaren Jahreseinkommen zwischen 39.336 Euro und 38.146 Euro.

Die höchsten Immobilienpreise Spaniens werden jedoch auf den Balearen registriert: Formentera (7.201 Euro/m2), Eivissa (5.168 Euro/m2), Sant Josep de Sa Talaia (5.107 Euro/m2), Sant Joan de Labritja (5.048 Euro/m2) und Santa Eulalia del Río (4.817 Euro/m2).

Allerdings sind diese Gemeinden weit entfernt von den wohlhabendsten Städten Spaniens. So landet Formentera mit 23.617 Euro auf Platz 220. Die Hauptstadt Ibizas erreicht mit 24.515 Euro den 161. Platz. Die übrigen Gemeinden der Insel Ibiza und Formentera befinden sich an Position 193 (23.926 Euro), 322 (22.628 Euro) bzw. 259 (23.215 Euro).

Sind Sie bereit, Ihr Traumhaus zu finden?

Sind Sie bereit, Ihr Traumhaus zu finden?

Finden Sie bei idealista Immobilien zum Verkauf und Langzeitmieten