Neues Hypothekengesetz in Spanien 2019

Änderungen im spanischen Hypothekenrecht / Gtres
Änderungen im spanischen Hypothekenrecht / Gtres

Aufgrund der Bedeutung der im Juni beschlossenen Änderungen bezüglich des Abschlusses von Hypothekendarlehen in Spanien fassen wir hier kurz alle wichtigen Neuigkeiten zusammen. Der Großteil der Änderungen schafft neue Vorteile für Kreditnehmer in Spanien.

Alle Änderungen sind am 17. Juni 2019 in Kraft getreten.

1. Mindestzinsklauseln (auch Bodenklauseln, „cláusulas suelo“) werden ab diesem Zeitpunkt aus allen Hypothekenverträgen entfernt.

2. Zwangsvollstreckungen bei Immobilien können erst dann eingeleitet werden, wenn ein Kreditnehmer mit der Zahlung von 12 Raten oder 3% des Darlehensbetrages im Rückstand ist. Ein Kreditgeber muss somit mindestens 12 Monate warten, bevor er die Immobilie einfordern kann. Bisher konnte ein Kreditgeber nach 3 Monaten im Zahlungsrückstand das Zwangsvollstreckungsverfahren einleiten.

3. Ein Kreditnehmer muss nun zweimal den Notar aufsuchen, das erste Mal mindestens 10 Tage vor Unterzeichnung des Hypothekenvertrages. Der Darlehensnehmer hat die Möglichkeit, dem Notar, der die Unterzeichnung des Darlehensvertrages beglaubigt, relevante Fragen zu den Finanzierungsbedingungen zu stellen. Der Notar kann die Kenntnis des Kreditnehmers über die Bedingungen des Kredits überprüfen. Beim zweiten Notartermin wird der Finanzierungsvertrag von Kreditgeber und Kreditnehmer unterschrieben und das Darlehen offiziell abgeschlossen.

4. Dem Darlehensnehmer muss eine Kopie des Hypothekenvertrages mindestens 10 Tage vor der Unterzeichnung bei einem Notar übergeben werden.

5. Bei der Aufnahme eines Hypothekendarlehens in Spanien...

...zahlt der Kreditnehmer:

  • die Immobilienbewertung („tasación“ auf Spanisch), die im Durchschnitt zwischen 400 und 700 Euro kostet. Der Kreditnehmer hat freie Wahl bei der Ernennung des Gutachters.

...zahlt der Kreditgeber:

  • die Stempelsteuer (AJD) auf den vollen Finanzierungsbetrag,
  • die Verwaltungsgebühren („Gestoría“),
  • die Notarkosten,
  • die Gebühren des Grundbuchamtes.

6. Kreditgeber dürfen dem Hypothekendarlehen nicht mehr unaufgefordert vermeintlich verbundene Finanzdienstleistungen und -produkte wie z. B. Hausratversicherungen, Lebensversicherungen, Pensionspläne, Kreditkarten usw. anfügen.

7. Die Kosten für die vorzeitige Ablösung von Hypothekendarlehen werden ab sofort begrenzt und werden deutlich reduziert.

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