Die Immobilienpreise in Spanien legen bis Juni um 1,7% zu: Anstieg schwächt sich ab

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10 Juli 2019, Redaktion

Die Preise für Wohnimmobilien aus Vorbesitz in Spanien registrierten im 2. Quartal 2019 einen Anstieg von 1,7%. Nach dem aktuellen Preisindex von idealista liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei 1.733 Euro. Betrachtet man die Jahresentwicklung, so beträgt der Anstieg 6%.

Fernando Encinar, Leiter der Marktforschung beim Immobilienportal idealista, erklärt, dass „sich das Muster, das wir im Vorquartal gesehen haben, wiederholt. Die Immobilienpreise steigen weiter an, wenngleich die Steigerungen deutlich milder ausfallen. Dabei ist zu erwähnen, dass es einige Ausnahmen gibt, wie z. B. die Inseln, wo der Tourismus die Preise weiter in die Höhe treibt. Auffällig ist auch die Situation in Barcelona, wo die Preise gegenüber dem Vorjahr erstmals seit Juni 2014 gesunken sind. Obwohl der Rückgang der Immobilienpreise dort sehr moderat ist, könnte dies einen Wendepunkt in der katalanischen Hauptstadt markieren.“

„Es muss auf jeden Fall einige Monate abgewartet werden, um zu sehen, wie sich die Wohnungspolitik auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene auf die Preisentwicklung in ganz Spanien auswirken wird.“

Spanische Autonome Gemeinschaften

In 13 Autonomen Gemeinschaften stiegen die Immobilienpreise im Frühjahr an. Der größte Anstieg wurde in Andalusien verzeichnet, wo die Eigentümer 4,3% mehr für ihre Immobilien verlangten als vor drei Monaten. Es folgen Valencia (3,1%), Murcia (2,8%), Aragon (2,6%), Madrid (2,5%) und Melilla (2,2%). In Navarra hingegen wurde ein Rückgang von 1,5% registriert, gefolgt von Ceuta (-1%) und Asturien (-0,9%). 

Die Balearen bleiben mit 3.016 Euro/m2 nach wie vor die teuerste autonome Gemeinschaft Spaniens. Es folgen Madrid (2.826 Euro/m2), das Baskenland (2.563 Euro/m2) und Katalonien (2.256 Euro/m2). Am unteren Ende der Tabelle liegen Kastilien-La Mancha (871 Euro/m2), Extremadura (902 Euro/m2) und Murcia (1.026 Euro/m2), die günstigsten autonomen Gemeinschaften, um sich eine Immobilie zu kaufen.

Spanische Provinzen

29 Provinzen verzeichneten im zweiten Quartal 2019 Preiserhöhungen bei den Immobilien aus Vorbesitz. Am stärksten legten die Preise in Teruel (6,5%) zu, gefolgt von Malaga (4,9%), Girona (4,8%), Lleida (3,7%) und Saragossa (3%). Am unteren Ende der Liste befinden sich Navarra (-1,5%), Salamanca (-1,3%) und Burgos (-1,2%).

Die Balearen sind auch die teuerste Provinz mit 3.016 Euro/m2, gefolgt von Gipuzkoa (2.905 Euro/m2). Danach folgen Madrid (2.826 Euro/m2) und Barcelona (2.693 Euro/m2). Toledo ist die günstigste Provinz (768 Euro/m2), gefolgt von Cuenca (799 Euro/m2) und Ciudad Real (805 Euro/m2).

Spanische Provinzhauptstädte

Cuenca führt mit einem Preisanstieg von 4,7% die Liste der spanischen Provinzhauptstädte an. Es folgen Santa Cruz de Tenerife (3,7%) und Granada (3,7%).

Auf den größten Märkten sind die Immobilienpreise am stärksten in Palma gestiegen (3,2%), während die Preissteigerung in Madrid stabil blieb (2,4%). In Barcelona wurde dagegen ein Rückgang der Immobilienpreise um 0,3% verzeichnet.

Den stärksten Preisrückgang registrierte Pontevedra (-2,2%), gefolgt von Castellón (-1,5%), Guadalajara (-1,3%), Ceuta (-1,1%), Ourense (-1,1%), León (-1%) und Pamplona (-0,9%). Auch in Oviedo (-0,5%), Burgos (-0,4%) und Las Palmas de Gran Canaria (-0,1%) gingen die Preise zurück.

San Sebastián ist die teuerste spanische Provinzhauptstadt (4.372 Euro/m2), gefolgt von Barcelona (4.206 Euro/m2), Madrid (3.810 Euro/m2), Palma (2.947 Euro/m2) und Bilbao (2.921 Euro/m2). Am unteren Ende der Tabelle befindet sich Ávila, die günstigste Provinzhauptstadt, mit einem Preis von 1.016 Euro/m2.

Der Immobilienpreisindex von idealista

Im 1. Quartal 2019 überarbeitete idealista die Methode zur Erstellung der Immobilienpreisberichte. Dank der Einbeziehung der Daten von idealista/data werden neue Berechnungsformeln angewandt, die die Analyse der Preisentwicklung, insbesondere in kleinen Gebieten, noch zuverlässiger macht. Um Diskrepanzen zu vermeiden, wurden sämtliche Daten ab 2007 unter Verwendung der neuen Methodik neu berechnet.

Auf Empfehlung des Statistik-Teams von idealista/data haben wir die Berechnungsformel aktualisiert, um den Durchschnittspreis noch genauer ermitteln zu können: Neben der Ausschließung atypischer Anzeigen und mit Preisen außerhalb des Marktwertes haben wir anstelle des Durchschnittswerts den Medianwert berechnet. Mit dieser Änderung nähert sich unser Bericht nicht nur näher an die Realität des Marktes an, sondern wir passen unsere Methodik auch an die in anderen Ländern verwendete Methodik zur Erhebung von Daten über den Immobilienmarkt an.

Einfamilienhäuser fließen jetzt mit in die Berechnung ein, während Immobilien, die seit längerer Zeit in unserer Datenbank existieren und keinerlei Anfragen erhalten, ausgeschlossen werden. Der Bericht basiert nach wie vor auf den Angebotspreisen, die die Inserenten bei angeben.

Der vollständige Bericht auf Spanisch kann hier eingesehen werden

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