Nebenkosten und Steuern beim Immobilienkauf in Spanien 2019 - mit und ohne Darlehen

Nebenkosten beim Immobilienkauf in Spanien 2019
Nebenkosten beim Immobilienkauf in Spanien 2019
17 Oktober 2019, Redaktion

Das Darlehen ist nicht der einzige finanzielle Aufwand beim Kauf einer Immobilie in Spanien. Abgesehen von den monatlichen Raten müssen Sie mit weiteren Nebenkosten und Steuern rechnen, um den Kaufvorgang abzuschließen und Eigentümer einer Immobilie in Spanien zu werden.

Für die offizielle Bewertung der Immobilie, die Notargebühren, die Eintragung im Grundbuch und sämtliche Steuern (Mehrwertsteuer, Grunderwerbsteuer...) empfiehlt es sich, mit einem allgemeinen Mehraufwand von 10% bis 12% zu rechnen, je nach Autonomer Gemeinschaft und Kaufpreis. All diese Ausgaben sind zwingend mit dem Kauf einer Immobilie in Spanien verbunden, obwohl die Höhe der Nebenkosten auch davon abhängt, ob es sich um eine Neubau-Immobilie oder eine Immobilie aus Vorbesitz handelt. Hier fassen wir zusammen, wie sich die Kaufnebenkosten zusammensetzen und mit welchem zusätzlichen Aufwand Sie 2019 ungefähr rechnen müssen.

Kaufnebenkosten 2019 in Spanien

Notargebühren

Ein Kostenpunkt, der beim Kauf einer Immobilie im Spanien beachtet werden muss, unabhängig ob es sich um eine Neubau-Immobilie oder eine Immobilie aus Vorbesitz handelt, sind die Notargebühren. Diese sind gesetzlich geregelt, so dass unabhängig vom Standort der Immobilie immer dieselben Gebühren anfallen. Für die Ausstellung einer offiziellen Kaufurkunde liegen die Kosten zwischen 600 und 875 Euro, abhängig vom Preis der Immobilie. So müssten Sie beispielsweise beim Kauf einer Wohnung die 100.000 Euro kostet etwa 850 Euro zahlen und für ein Apartment mit einem Kaufpreis von 250.000 Euro etwa 1.000 Euro.

Grundbuchamt

Die Registrierung der vom Notar unterzeichneten Urkunden ist ebenfalls kostenpflichtig. Die Höhe der Gebühren ist gesetzlich regeregelt und hängt vom Preis der Immobilie ab, obwohl sie normalerweise zwischen 400 und 650 Euro liegt.

Steuern beim Immobilienkauf in Spanien

Wer eine Immobilie in Spanien kaufen möchte, muss mit zusätzlichen Kosten für die anfallenden Steuern rechnen. Diese hängen hauptsächlich von der Höhe des Kaufpreises sowie davon ab, ob es sich um eine Neubau-Immobilie oder eine Immobilie aus Vorbesitz handelt.

Beim Kauf einer Neubau-Immobilie ist die wichtigste Steuer die Mehrwertsteuer (Impuesto sobre el Valor Añadido), die aktuell 10% beträgt. Das heißt, beim Kauf einer Neubau-Immobilie mit einem Preis von 100.000 Euro wären 10.000 Euro fällig und 25.000 Euro beim Kauf einer Neubau-Immobilie mit einem Kaufpreis von 250.000 Euro. Auf den Kanarischen Inseln liegt die Mehrwertsteuer jedoch bei 6,5% (Impuesto General Indirecto de Canarias – IGIC).

Neben der Mehrwertsteuer fällt eine weitere Steuer an: die Beurkundungssteuer (Impuesto de Actos Jurídicos Documentados – IAJD). Diese Steuer muss vom Käufer bezahlt werden und hängt von der jeweiligen Autonomen Gemeinschaft ab.

Bei den Immobilien aus Vorbesitz ist die wichtigste Steuer die Grunderwerbsteuer (Impuesto sobre Transmisiones Patrimoniales – ITP). Ihre Höhe hängt vom beurkundeten Kaufpreis und der Autonomen Gemeinschaft ab, in der sich die Immobilie befindet. Normalerweise liegt der Prozentsatz zwischen 6% und 10%.

Gestoría (optional)

Die einzigen optionalen Kosten beim Immobilienkauf in Spanien sind die Ausgaben für eine „Gestoría“, ein Unternehmen, das man für die Abwicklung der Steuern und anderer Formalitäten beauftragen kann. Es handelt sich um unabhängige Experten ohne gesetzlich geregelte Gebühren. Sie werden in der Regel nur dann hinzugezogen, wenn für den Kauf der Immobilie ein Darlehen abgeschlossen wird. Die Kosten betragen ungefähr 300 Euro.

Darlehensgebühren 2019 in Spanien

Wenn der Käufer die Neubau-Immobilie oder die Immobilie aus Vorbesitz mit einem Darlehen erwerben möchte, muss er mit zusätzlichen Kosten rechnen.

Bewertung der Immobilie

Wenn Sie für den Kauf der Immobilie in Spanien ein Darlehen beantragen, müssen Sie einen Gutachter mit der Bewertung beauftragen, um den offiziellen Kaufpreis festzulegen und damit die Bank analysieren kann, welchen Prozentsatz des Preises Sie finanzieren können. Die spanischen Banken vergeben im Allgemeinen Darlehen über 80% des Kaufpreises oder der Bewertung. Im Jahr 2019 kostet die Immobilienbewertung zwischen 250 und 600 Euro, je nachdem, welcher Gutachter die Bewertung durchführt, um welchen Objekttyp es sich handelt und mit welchem Preis die Immobilie bewertet wurde.

Die Gutachten sind bis zu 6 Monate nach ihrem Ausstellungsdatum gültig.

Seit Inkrafttreten des neuen spanischen Hypothekengesetzes im Juni 2019 werden die restlichen Kosten für den Abschluss eines Darlehens von der Bank übernommen: Notargebühren, Registrierungsgebühren und Beurkundungssteuer.

Eröffnungskommission

Diese Kommission kann bis zu 2% des geliehenen Kapitals betragen, abhängig von den Bedingungen der Bank. Dieser Betrag wird direkt von der Darlehenssumme, die dem Kreditnehmer ausgezahlt wird, abgezogen. Viele Banken erheben jedoch keine Eröffnungskommission.

Beurkundungssteuer (IAJD)

Diese Beurkundungssteuer ist immer dann fällig, wenn eine notariell beglaubigte Urkunde, die einen Kaufbetrag enthält, im registriert werden muss. Im November 2018 trat ein Gesetz in Kraft, das die Banken verpflichtet, für diese Steuer aufzukommen.

Notargebühren

Die Notargebühren fallen für die Ausstellung einer öffentlichen Urkunde für die Aufnahme des Darlehens an. Diese Kosten werden seit Juni 2019 von den Banken übernommen.

Grundbuchamt

Die Registrierung der vom Notar unterzeichneten Urkunden kostet ebenfalls. Diese Gebühren sind jedoch gesetzlich geregelt und werden seit Juni 2019 von den Banken übernommen.

Gestoría

Die Bank, die das Darlehen gewährt, wählt eine Gestoría, um die Verwaltungsaufgaben und andere Formalitäten zu erledigen. Diese Kosten werden seit Juni 2019 von den Banken übernommen. Die Gestoría muss dem Darlehensnehmer das restliche Geld auszahlen und die Rechnungen und die Kaufurkunde aushändigen, nachdem die Notargebühren und die Registrierungsgebühren bezahlt wurden.

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