Die fünf goldenen Viertel: Quadratmeterpreise in Barcelona und Madrid
Die fünf goldenen Viertel: Quadratmeterpreise in Barcelona und Madrid

Die Preise für Gebrauchtimmobilien in Madrid und Barcelona sind im ersten Quartal des Jahres stark angestiegen: 21,3% im Jahresdurchschnitt in der Hauptstadt und 5,1% in Barcelona. Laut dem Immobilienpreisindex von idealista haben die Barceloner Stadtteile Sarrià-Sant Gervasi, Les Corts und Eixample sowie die Madrider Viertel Salamanca und Chamberí die Grenze von 5.000 Euro/m2 überschritten.

Während der durchschnittliche Quadratmeterpreis der Gebrauchtimmobilien, die bei idealista, dem führenden Immobilien-Marketplace in Spanien, inseriert werden, im ersten Quartal 2018 bei 1.621 Euro/m2 lag, bewiesen die beiden größten spanischen Städte einmal mehr, dass sie einen eigenen Markt haben: mehrere Bezirke führten zwischen Januar und März die Verkaufspreise des ganzen Landes an und markieren stets landesweite Höchstwerte.

Die ausgewählte Gruppe der „5 der 5.000“

Madrid verzeichnete im Vergleich zu den anderen Provinzhauptstädten Spaniens den größten Preisanstieg, mit einem Anstieg von 7,8% gegenüber dem Vorquartal und einem Durchschnittspreis von 3.540 Euro/m2, was einem Anstieg von bis zu 21,3% gleichkommt, wenn man die Preise aus dem gleichen Zeitraum von 2017 heranzieht. 

Barcelona ist seinerseits die teuerste spanische Provinzhauptstadt (4.334 Euro/m2), gefolgt von San Sebastián (4.144 Euro/m2), dem bereits erwähnten Durchschnittspreis von Madrid (3.540 Euro/m2) und Bilbao (2.863 Euro/m2). Am unteren Ende der Liste befindet sich Ávila, die billigste Provinzhauptstadt des Landes, mit einem Preis von 954 Euro/m2.

Wenn man Barcelona und Madrid näher betrachtet, finden sich fünf Bezirke, drei in Barcelona und zwei in der spanischen Hauptstadt, deren durchschnittliche Quadratmeterpreise im ersten Quartal des Jahres die Grenze von 5.000 Euro/m2 überschritten.

Die Höchstwerte wurden im Bezirk Salamanca in Madrid mit 5.675 Euro/m2 und im Bezirk Sarrià-Sant Gervasi in Barcelona (5.231 Euro/m2) mit Preisen registriert, die schwindlig machen. Der Bezirk der spanischen Hauptstadt bricht einen neuen Rekord und übertrifft die Werte aus den letzten beiden Quartalen, die bereits die Werte aus Zeiten der Immobilienblase übertrafen.

Sarrià-Sant Gervasi seinerseits startet stark ins Jahr 2018 und erreicht den besten Wert seit dem Tiefpunkt im zweiten Quartal 2013 (3.617 Euro/m2), was einer Erholung von 44,8% in fünf Jahren und einer Nettodifferenz von rund 1.600 Euro/m2 gleichkommt. Der katalanische Bezirk hält immer noch den historischen Rekord mit einem Höchstpreis von 5.842 Euro/m2 im dritten Quartal 2007 zu Zeiten der Immobilienblase.

Hinter diesen beiden Bezirken folgen Les Corts (5.096 Euro/m2) und Eixample (5.053 Euro/m2) in Barcelona und zum ersten Mal in diesem „Club der 5.000“ der Madrider Bezirk Chamberí mit einer runden Zahl (5.000 Euro/m2), mit der er gleichzeitig einen historischen Höchstwert erreicht. Lediglich der Madrider Bezirk Chamartín erreichte diesen hohen Wert im dritten Quartal 2008 (5.026 Euro/m2), als die Folgen des Platzens der Immobilienblase noch nicht bemerkbar waren.

Auch die restlichen Bezirke legen zu

In den 21 Bezirken von Madrid wurden in den letzten drei Monaten Preisanstiege verzeichnet. Die stärksten Anstiege verzeichnete Retiro (9,4% gegenüber dem Vorquartal), gefolgt von Tetuán (8,3%) und Chamartín (7,5%). Hinzu kommen die Bezirke Puente de Vallecas (7,1%), Vicálvaro (6,9%) und Hortaleza (6,7%).

Wenn man die Zahlen mit dem ersten Quartal 2017 vergleicht, sind sie sogar zweistellig: Die Preise in Centro (21,7%), Retiro (21,2%) und Puente de Vallecas (20,3%) sind im letzten Jahr am stärksten gestiegen.

Im Gegensatz zu diesen teuren Bezirken stehen die günstigeren Preise von Villaverde (1.523 Euro/m2), Puente de Vallecas (1.695 Euro/m2) und Usera (1.695 Euro/m2). Trotz ihrer niedrigeren Preise sind auch diese im Vergleich zu den Krisenwerten gestiegen. In Usera sind die Preise um 16,5% gegenüber dem Vorjahr gestiegen, in Villaverde um bis zu 9%. Vergleicht man jedoch die Preise mit denen von 2013 oder 2014, liegt der durchschnittliche Anstieg bei 31,4%, mit bis zu 57% in Centro oder 19,2% in Barajas.

In Barcelona sind die Preise in allen Bezirken während des Winters gestiegen, mit Ausnahme von Ciutat Vella und Les Corts, wo die Preise gesunken sind (jeweils -2,1% gegenüber dem Vorquartal). Den höchsten Zuwachs verzeichnete Gràcia mit 5,3%, gefolgt von Sants Montjuïc (4,9%), Sant Andreu (4,8%) und Horta Guinardó (4,3%).

Vergleicht man die Zahlen mit dem ersten Quartal 2017, sinkt Les Corts um 1,5% und Sant Martí um 2,6%. Positiv sind die zweistelligen Zuwächse in Sant Andreu (26,7%), Sants-Montjuïc (19,7%) und Nou Barris (19,1%), dem einzigen Stadtteil von Barcelona mit einem Quadratmeterpreis unter 3.000 Euro.

Zusammen mit Nou Barris sind Sant Andreu (3.014 Euro/m2) und Horta Guinardò (3.079 Euro/m2) die „erschwinglichsten“ Viertel von Barcelona. In Sant Andreu wurde der stärkste Preisanstieg des letzten Jahres verzeichnet, während Guinardó 18,9% erreichte.