Einen Mietvertrag in Spanien unterzeichnen: Haben Sie alles richtig verstanden?

Einen Mietvertrag in Spanien unterzeichnen: Haben Sie alles richtig verstanden?
Einen Mietvertrag in Spanien unterzeichnen: Haben Sie alles richtig verstanden?
16 August 2018, Redaktion

Egal ob Sie der Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung sind oder der Mieter, der in der Immobilie wohnen wird – bevor Sie den Mietvertrag unterschreiben, sollten Sie sicher gehen, dass Sie alles verstehen, was Sie unterzeichnen. Dabei ist eine klare und einfache Sprache wichtig, es sollten jedoch alle wichtigen Klauseln eines Mietvertrages enthalten sein. Deshalb ist es immer ratsam, den Mietvertrag von einem spezialisierten Anwalt aufsetzen zu lassen. Der Vertrag muss die Rechte und Pflichten beider Parteien festlegen, denn die Regelungen des Vertrages sind genauso wichtig wie diejenigen Angelegenheiten, die der Auslegung des spanischen Mietgesetzes (LAU) überlassen werden.

Der Mietvertrag für eine Immobilie in Spanien muss mit größtmöglicher Sorgfalt behandelt werden, damit alle Parteien zufrieden gestellt werden. Genauso wie sich der Vermieter Garantien wünscht, um sich keine Sorgen bezüglich des Vermieters und der Mieteinkünfte machen zu müssen, sollte der Mieter ebenfalls seine Rechten und Pflichten kennen und darüber informiert sein, welche Kosten er zu tragen hat.

Daher ist es wichtig, einen vollständigen Mietvertrag zu erstellen. Die Anwaltskanzlei deSalvador Real Estate Lawyers erklärt, dass immer sichergestellt werden sollte, „dass beide Parteien verstehen, was sie unterschreiben.“

Das Schriftstück sollte klar und einfach formuliert, aber dennoch vollständig sein, d. h. es muss sowohl die Rechte als auch die Pflichten beider Parteien festlegen: von der Vertragsdauer und deren Verlängerung bis hin zur Kaution oder wer für die Gemeinschaftskosten und Reparaturen in der Immobilie verantwortlich ist. „In einem Vertrag ist das, was gesagt wird, genauso wichtig wie das, was nicht gesagt wird. Um zu verstehen, was der Vertrag nicht sagt, müssen wir auf das Gesetz und die Rechtsprechung zurückgreifen. In diesem Fall muss angewendet werden, was das spanische Mietgesetz (Ley de Arrendamientos Urbanos) vorsieht,“ erklärt Pelayo de Salvador.

Ziel eines ausführlichen Mietvertrages ist es, beiden Parteien die Auslegung zu erleichtern. Nicht jeder kennt alle Artikel des spanischen Mietgesetzes, noch die Rechte und Pflichten, die man als Eigentümer oder Mieter hat.

Der Vertrag sollte für sich allein genommen verständlich sein, ohne dafür auf externe Quellen zurückgreifen zu müssen. Nur so können beide Parteien sicher sein, dass sie genau wissen, wozu sie sich zum Zeitpunkt der Unterzeichnung verpflichten,“ so die Kanzlei.

Diese grundlegenden Klauseln sollten auf jeden Fall in Ihrem Mietvertrag enthalten sein:

  • Personenbezogene Daten aller Parteien: Name, Anschrift und Personalausweisnummer aller Parteien (Mieter und Vermieter)
  • Angaben zum Mietobjekt: Adresse und Grundbuchdaten der Immobilie, Angaben zur Eigentümergemeinschaft oder ob sie möbliert vermietet wird oder nicht.
  • Dauer des Mietvertrages: Der Vertrag muss die Dauer und Bestimmungen zur Verlängerung des Mietvertrages beinhalten, wenn diese von dem im Mietgesetz festgelegten Minimum abweichen. Außerdem: Rücktrittsrechte und Entschädigungszahlungen für diesen Fall (die in Artikel 11 des spanischen Mietgesetzes festgelegt werden).
  • Zahlung der Miete: Hier müssen Sie die Fristen für die Zahlung der Miete sowie die Zahlungsweise festlegen. Und vergessen Sie nicht, das Formular zur jährlichen Anpassung der Miete, die geleistete Anzahlung oder die Kaution sowie etwaige Strafen bei Nichteinhaltung anzugeben.
  • Kosten: Klären Sie, welche Kosten von jeder Partei übernommen werden sollen: von Strom, Wasser und Steuern bis zur Hausratversicherung.
  • Instandhaltung: Der Mietvertrag sollte aufführen, welche Instandhaltungsmaßnahmen vom Vermieter getragen werden. Diese haben ihren Schwerpunkt auf der Bewohnbarkeit der Immobilie. Der Mieter muss üblicherweise kleinere Reparaturen tragen (z. B. verschleißgerechte Wartung und Reparatur von Schäden, die durch die Nutzung der Wohnung entstehen). In diesem Teil kann der Vermieter besondere Bedingungen für die Instandhaltung eines bestimmten Teils des Mietobjekts stellen.
  • Weitere Angelegenheiten: Vergessen Sie nicht, die Abtretung oder Untervermietung zu genehmigen oder zu verbieten, genauso wie Haustiere und andere spezifische Befugnisse oder Verbote.
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