Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt in Madrid und Barcelona

Wie haben sich die Immobilienpreise in Barcelona entwickelt? / Fshoq!
Wie haben sich die Immobilienpreise in Barcelona entwickelt? / Fshoq!
16 Januar 2019, Redaktion

Die beiden großen Immobilienmärkte in Spanien haben das vergangene Jahr sehr unterschiedlich beendet. Während die Preise für Gebrauchtimmobilien in Madrid im Durchschnitt um 17% stiegen – in einigen Bezirken wurden Höchstwerte erreicht –, legten sie in Barcelona nur um 1,4% zu. In der Stadt am Mittelmehr sanken die Preise laut dem Immobilienpreisindex von idealista in einigen Vierteln sogar. Hier analysieren wir die Preisentwicklung in den verschiedenen Stadtteilen.

Der Preis für Gebrauchtimmobilien stieg 2018 im landesweiten Durchschnitt in Spanien um 8,4% im Vergleich zum Vorjahr und lag zum Jahresende bei 1.720 Euro/m2, wie aus dem Immobilienpreisindex von idealista hervorgeht. Die Preisentwicklung auf dem Markt für Wohnimmobilien ist und bleibt jedoch nach wie vor sehr unterschiedlich. Während die Preise in einigen Städten im zweistelligen Bereich steigen, registrieren andere Städte ein eher gemäßigtes Wachstum. In einigen Gegenden gehen die Preise sogar noch weiter zurück.

Die zwei wichtigsten spanischen Städte, Madrid und Barcelona, beendeten das Jahr 2018 recht unterschiedlich in Bezug auf die Immobilienpreise. Der Immobilienpreisindex von idealista analysiert die Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt in jedem Stadtteil. Im Durchschnitt stiegen die Preise für Gebrauchtimmobilien in der spanischen Hauptstadt um 17%, während sie in Barcelona nur um 1,4% zulegten. Dennoch verzeichnet jede Gegend eine unterschiedliche Entwicklung.

Barcelona: Abschwächung und Preisrückgang

Die spanische Stadt am Mittelmeer war schon immer der Referenzmarkt für Wohnimmobilien in Spanien. Dieses Jahr hat sie jedoch ihren ersten Platz in der Liste der teuersten spanischen Städte an San Sebastian verloren. Die Stadt im Baskenland ist jetzt mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 4.403 Euro/m2 die teuerste spanische Provinzhauptstadt, gefolgt von Barcelona (4.344 Euro/m2), Madrid (3.844 Euro/m2) und Palma (2.963 Euro/m2).

Wenn man die Preisentwicklung in den Bezirken von Barcelona untersucht, sticht zum einen der Preisanstieg von 12,2% im Vergleich zum Vorjahr in Nou Barris hervor, dem billigsten Viertel der Stadt mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 2.491 Euro/m2. Auf der anderen Seite werden Preisrückgänge und stagnierende Preise in den Vierteln Les Corts (-6%), Ciutat Vella (-3,3%), Sant-Montjuïc (0,1%) und Eixample (0,5%) verzeichnet, die zu den teuersten Wohnvierteln Barcelonas zählen. Sarrià-Sant Gervasi ist mit durchschnittlich 5.351 Euro/m2 der Bezirk mit den höchsten Preisen.

Die Daten aus dem letzten Quartal bestätigen die allgemeine Mäßigung und Senkung der Preise. In sechs Bezirken Barcelonas gingen die Preise um durchschnittlich 1% zurück.

Die Situation im Viertel Les Corts ist bemerkenswert. Der Stadtteil, der letztes Jahr der teuerste Barcelonas war, verzeichnete einen Preisrückgang um durchschnittlich 6%; der Quadratmeterpreis liegt aktuell bei 4.896 Euro. In La Maternitat i Sant Ramon (-6,5%) fielen die Preise am stärksten, in Les Corts (-3,5%) und Pedralbes (-0,5%) waren sie ebenfalls rückläufig.

Die Preissenkungen in Ciutat Vella halten weiter an. In den Vierteln Sant Pere - Santa Caterina i La Ribera (-9%), Barceloneta (-6,8%) und Gótic (-4,6%) wurden niedrigere Preise registriert, während sie in El Raval (0,1%) praktisch stagnierten. Der größte Rückgang im Jahresvergleich wurde jedoch im Viertel Hostafrancs (-13,1%) in Sants-Montjuïc registriert.

Andererseits wird der Preisanstieg in Sarrià-Sant Gervasi durch die höheren Preise in Sant Gervasi-La Bonanova (7,9%) oder El Putxet i el Farró (5%) bestätigt. Dennoch verzeichnete der teuerste Bezirk Barcelonas auch Preisrückgänge, nämlich in Les Tres Torres (-1,4%) und Sarrià (-1%). Diagnol Mar i Front Marítim del Poblenou ist erneut das teuerste Pflaster und verzeichnete überdies einen Preisanstieg von 6,8% im Vergleich zum Vorjahr. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis ist mit 6.836 Euro einer der teuersten Spaniens.

Alle genauen Informationen zu der Preisentwicklung in den Städten, Bezirken und Stadtteilen der spanischen Großstädte finden Sie im Bericht über die Preisentwicklung bei den Gebrauchtimmobilien 2018 von idealista.

Madrid weiter im Aufwind

In Madrid wurde ein allgemeiner Preisanstieg beobachtet / Gtres
In Madrid wurde ein allgemeiner Preisanstieg beobachtet / Gtres

In der spanischen Hauptstadt steigen die Preise für Gebrauchtimmobilien weiter an, wie ein Blick auf die 21 Bezirke von Madrid zeigt, von denen Usera (17,4%) den höchsten Zuwachs registrierte. Das Viertel Salamanca erreicht neue Höchstwerte mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis Ende 2018 von 6.043 Euro.

Die Preise sind weiter im Aufwind und es bleibt abzuwarten, wie sie sich 2019 entwickeln werden. Vor allem die Bezirke außerhalb des Zentrums verzeichneten die höchsten Preisanstiege: Neben Usera stiegen die Immobilienpreise auch in Latina (16,7%), Puente de Vallecas (15 %) und Vicálvaro (14,9%).

Wenn man nur den Quartalsvergleich heranzieht, werden etwas moderatere Preisanstiege und sogar einige Rückgänge sichtbar, nämlich in den Bezirken, die in den Vormonaten schon Höchstpreise erreicht hatten, wie z. B. Chamartín (-2,5%), Chamberí (-0,8%) oder Retiro (-1,7%), mit durchschnittlichen Quadratmeterpreisen zwischen 4.790 Euro und 5.200 Euro. Werden diese Höchstwerte 2019 erneut überschritten werden?

Wenn man die Stadtviertel der spanischen Hauptstadt näher betrachtet, so sind die stärksten Preisanstiege im Vergleich zum Vorjahr in sehr unterschiedlichen Gegenden wie dem Viertel Concepción (28,3%), Canillas (21,1%), Puerta del Ángel (27,9%), Valdezarza (26,8%) oder Moscardó (26,5%) zu verzeichnen. Lediglich im Stadtteil Butarque in Villaverde wurde ein Preisrückgang von 2% registriert.

Die teuersten Stadtviertel Madrids liegen in den zentralen Bezirken der spanischen Hauptstadt (Salamanca, Retiro, Chamberí): Recoletos (7.931 Euro/m2), Castellana (6.922 Euro/m2), Jerónimos (6.315 Euro/m2) und Almagro (6.175 Euro/m2).

Die günstigsten Stadtteile Madrids sind hingegen San Cristóbal (1.252 Euro/m2), Entrevías (1.413 Euro/m2), San Andrés (1.644 Euro/m2) und Los Ángeles (1.648 Euro/m2).

Alle genauen Informationen zu der Preisentwicklung in den Städten, Bezirken und Stadtteilen der spanischen Großstädte finden Sie im Bericht über die Preisentwicklung bei den Gebrauchtimmobilien 2018 von idealista.

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